VOLKSBÜHNE
Berlin
Yael Bartana
What if Women Ruled the World?

Schauspiel, Bildende Kunst
Englisch

Der Weltuntergang naht, es ist zwei Minuten vor Mitternacht. In dem Kabinett eines Landes mit einer pazifistischen Verfassung und einem staatlichen Abrüstungsprogramm stehen die Präsidentin und ihre Ministerinnen vor einem Dilemma. Ein anderes Land bricht ein gemeinsames, internationales Abkommen, indem es die Aufstockung seiner Nuklearlager ankündigt. Werden sie ihre einseitige Entwaffnung aufgeben oder ihr ursprüngliches Programm fortsetzen?

Inspiriert von Stanley Kubricks Satire Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben (1964) lässt Yael Bartana in jeder Vorstellung unterschiedliche, international renommierte Expertinnen und Aktivistinnen auf Schauspielerinnen treffen. In einer Verflechtung aus Fiktion und Realität, Satire und ernsthaftem Politikexperiment versuchen sie gemeinsam eines der drängendsten Probleme unserer Zeit zu lösen. Und zu verhindern, dass die Weltuntergangsuhr Mitternacht schlägt. Das Stück ist teils gescriptet, teils improvisiert.

In ihren Filmen, Installationen, Fotografien und Theaterprojekten erforscht die 1970 in Afula in Israel geborene und in Berlin lebende Yael Bartana die Bildsprache der Identität und die Politik der Erinnerung. Bekannt wurde sie mit ihrer Filmtrilogie And Europe Will Be Stunned (Und Europa wird sprachlos sein) für den polnischen Pavillon auf der Biennale Venedig 2011.

Kein Nacheinlass.

Produktion: Volksbühne Berlin, Manchester International Festival, Aarhus, Kulturhauptstadt Europas 2017

http://whatifwomenruledtheworld.org/

Besetzung
Präsidentin: Olwen Fouéré
Vize-Präsidentin: Anat Saragusti
Friedensministerin: Noa Bodner
Generalstabschefin: Alix Wilton Regan
Außenministerin: Anne Tismer

Expertinnen (06.06.): Naila Bozo, Christina von Braun, Ulrike von Pilar, Irena Sabic, Mai Zeidani
Expertinnen (07.06.): Antke Engel, Reem Fadda, Bana Gora, Xanthe Hall, Illa Ben-Porat

Konzept, Regie: Yael Bartana
Text: Yael Bartana, Alex Barrett
Bühne: Saygel & Schreiber
Kostüme: Nadja Eller, Chloe Lamford
Licht: Felix Plüddemann
Kamera: Uri Ackermann
Ton: Daniel Meir
Kuratorin: Elodie Evers
Dramaturgische Mitarbeit: Alan Twitchell
Künstlerische Produktionsleitung: Chris Barrett

Naila Jajan Bozo
Sie ist Herausgeberin der Alliance for Kurdish Rights (www.kurdishrights.org). Die unabhängige, digitale Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, die öffentliche Meinung zu mobilisieren, Informationen über Menschenrechtsverletzungen gegen Kurd*innen zu sammeln und Wissen darüber zu verbreiten. Zudem ist Bozo Doktorin der Medizin am Universitätsklinikum Odense in Dänemark.

Christina von Braun
Sie ist Autorin, Filmemacherin und Professorin. 1994 wurde sie als Professorin an das Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität berufen. Sie veröffentlichte über fünfzig Filme und zahlreiche Bücher. Viele Jahre war sie Leiterin des 1996 gegründeten Studiengangs Gender Studies. Heute ist sie Ko-Direktorin des 2012 geschaffenen Kollegiums Jüdische Studien in Berlin-Brandenburg. Neben Gender forscht sie zu Medientheorie, Religionsgeschichte und Geschichte des Antisemitismus.

Ulrike von Pilar
Sie ist Gründungspräsidentin der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen. Seit fast 30 Jahren ist sie im internationalen humanitären Einsatz. Von 1997 bis 2005 war sie geschäftsführende Direktorin der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen. Nach der Koordinierung des La Mancha Reflexionsprozesses über die globalen Herausforderungen von Ärzte ohne Grenzen war sie zwei Jahre als Landeskoordinatorin in Malawi in einem HIV / AIDS-Projekt tätig.

Irena Sabic
Sie ist niedergelassene Expertin für Öffentliches Recht mit den Schwerpunkten Immigration und Asyl, „Community Care“ sowie Wohnungsund Planungsrecht. In den vergangenen Jahren hat sie sich auf die Vertretung von gefährdeten Kindern und Erwachsenen, die von Einwanderungskontrolle betroffen sind, spezialisiert. Sie vertritt regelmäßig unbegleitete asylsuchende Kinder und Opfer von Menschenhandel.

Mai Zeidani
Sie ist eine in Berlin lebende Sozialwissenschaftlerin und Aktivistin. In ihrer Arbeit erforscht sie postkoloniale Migrationsgesellschaften in Europa und die Prozesse der Identitätsbildung in Palästina und Israel. Sie ist Projektkoordinatorin bei Insaan e.V., Ko-Moderatorin der Radiosendung Talking Feminisms auf Reboot.fm und Aktivistin der „Karawane für die Rechte der Migrant*innen und Flüchtlinge“.

Antke Engel
Sie ist Leiterin und Gründerin des Instituts für Queer Theory in Berlin (www.queer-institut.de), das seit 2006 Projekte initiiert, in denen sich akademische und aktivistische, philosophische, politische und künstlerische Praxen verflechten. Sie erhielt ihren Doktor in Philosophie an der Universität Potsdam, arbeitet als unabhängige Wissenschaftlerin und Gastprofessorin und hat zahlreiche Essays und Monografien veröffentlicht.

Reem Fadda
Sie ist Kuratorin und Kunsthistorikerin. Von 2010 bis 2016 betreute sie als Kuratorin für Kunst des Mittleren Ostens das Guggenheim Abu Dhabi Projekt im Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Von 2005 bis 2007 war Reem Fadda Leiterin der Palestinian Association for Contemporary Art (PACA) und Akademische Leiterin der International Academy of Art Palestine in Ramallah, die sie 2006 mitgründete.

Bana Gora
Sie ist geschäftsführende Leiterin des Muslim Women’s Council, einer 2009 gegründeten Organisation, die die Ansichten muslimischer Frauen in Großbritannien repräsentiert. Der Muslim Women’s Council plant den Bau der ersten von Frauen geführten britischen Moschee. Bana Gora hat zwanzig Jahre Erfahrung im Bereich karitativer Arbeit und arbeitet direkt mit ethnisch und religiös diversen Gemeinden sowie marginalisierten Gruppen zusammen.

Xanthe Hall
Sie ist Geschäftsstellenleiterin, Abrüstungsexpertin und internationale Campaignerin der deutschen Sektion von Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW Deutschland). Sie arbeitete in Großbritannien, bevor sie 1985 nach Berlin auswanderte. Hall ist Vorstandsmitglied der deutschen Sektion der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN Deutschland), die 2017 für ihre Arbeit am Atomwaffenverbotsvertrag den Friedensnobelpreis erhielt.

Dr. Illa Ben-Porat
Sie ist Soziologin, Romanautorin und Musikerin. Derzeit unterrichtet sie am Kibbutzim College in Tel Aviv, Israel. Ihre Forschung befasst sich mit der Beziehung zwischen Nationalstaaten und ihren in der Diaspora lebenden Bevölkerungsgruppen. Sie vertritt die These, dass nicht nur Heimatländer, sondern auch die in der Diaspora lebenden Menschen zur Konzeptualisierung nationaler Kollektive maßgeblich beitragen und deren Charakter formen.


Pressestimmen

„A conceptually and visually striking production that feels urgent (...)" - The New York Times

Adam J. Goldmann, 24.05.18

Medien

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