VOLKSBÜHNE
Berlin
Armen Avanessian & Enemies
Armen Avanessian & Enemies #5: Erfahrungswissen
13.01

Vortrag & Diskussion mit Marcus Steinweg
Diskurs

Man hat sich daran gewöhnt, Wissen von Erfahrung zu trennen. Vor allem in der akademischen Sphäre gibt es die Tendenz zu glauben, dass Wissen sich durch Ableitung aus (bestehendem) Wissen generiere. Es ist wohl komplizierter. Eine Erfahrung impliziert nicht nur Zugewinn an Wissen, sondern auch Wissensverlust. Nur wer bereit ist, Wissen zugunsten anderen Wissens und neuer Wissensformen aufzugeben, macht eine Erfahrung im emphatischen Sinn. Aus ihr geht man, so Michel Foucault, verändert hervor. Am Theater, in der Kunst, aber auch in den Wissenschaften gibt es die Chance, sich unbekannten Formen philosophischer Wissenproduktion zu öffnen. Philosophie ist nicht auf den universitären Raum beschränkt.


Vergangene Veranstaltungen

04.12: Armen Avanessian & Enemies #3: Gespräch mit Quentin Meillassoux

Quentin Meillassoux und Armen Avanessian sprechen über Ontologie, Metaphysik sowie Spekulative Poetik und Materialismus.

28.11: School of Disobedience 1:
Neue Energien – Ein Abend von und mit Disrupt Democracy

100 Unternehmen sind für 71% der industriellen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Können wir diese Unternehmen reformieren? Oder sind andere, härtere Maßnahmen notwendig? Und welche wären das? Das ist das Thema dieses Abends, ein politisch-partizipatorischer Workshop: Wie können wir mit den Unternehmen ein radikales Umlenken von Arbeits- auf Ressourcen-Produktivität der gesamten Wirtschaft vollziehen? Wie können wir Geschäftsmodelle verändern, Waren- und Energieflüsse umlenken und ganzheitlich nutzen? Oder bleibt uns keine Zeit für einen reformistischen Ansatz?
Experten stellen diese Fragen und werden sie in kleinen Gruppen diskutieren: Wie können die größten Treibhausgas-Emittenten rechtlich verantwortlich gemacht werden, wie kann finanzieller Druck ausgeübt werden? Wie kann Druck durch Konsumenten und Anteilseigner organisiert werden? Aber das ist nur der Anfang. Es geht um Agency, es geht darum,die Fähigkeit zu handeln zurückzugewinnen. An diesem Abend und überhaupt.

Wenn wir in die Zukunft schauen, stellt sich dabei eine zentrale Frage: Wie können neue Formen der Intervention gefunden werden? Wir blicken auf radikale und unkonventionelle Ansätze von Klimaaktivisten genauso wie konventionelle und reformistische Ansätze von NGOs, die partnerschaftlich mit Konzernen einen Ausstieg aus fossilen Wirtschaftskreisläufen gesucht haben. Am Ende wird ein gemeinsames Dokument, ein gemeinsamer Plan stehen. Es geht um Alternativen zum gegenwärtigen Energie-Regime. Und die Frage bleibt, für jeden Einzelnen: Reform oder Resistance?

Disrupt Democracy ist eine hybride Wissensorganisation des 21. Jahrhunderts, dezentral, digital, aktivistisch, akademisch, neugierig, offen, politisch, partizipatorisch, ein Netzwerk von Menschen auf der Suche nach Ideen für das gute Leben, das gerechte Leben, für alle.

Mit (u.a.):

Roda Verheyen , Rechtsanwältin, hat den peruanischen Bauern Saúl Luciano Lliuya gegen den deutschen Energiegroßkonzern RWE vertreten. Sie arbeitet seit 20 Jahren darüber, wie Unternehmen für ihre Mitschuld am Klimawandel juristisch zu belangen sind.

10.01: Armen Avanessian &
Enemies #4: 1948, 1957, 1967, 1969,
1973, 1979, 1980 & 1981, 1989,
2007

Worüber reden wir (und worüber nicht), wenn wir über die Wichtigkeit und Geschichtsmächtigkeit einzelner Jahre reden und runde Jubiläen feiern? Und welche Jahre haben eigentlich unsere Gegenwart geprägt? Ein Abend über u.a. 1948, 1957, 1967, 1969, 1973, 1979, 1980, 1981, 1989, 2007 für alle, die sich – gerade noch rechtzeitig – für die historischen Feierlichkeiten zu 1968 wappnen wollen. Um spontane Beiträge aus dem Publikum wird dringend gebeten.

Ein Abend von und mit Armen Avanessian sowie Bernd Scherer, Anke Hennig, Ludwig Engel, Joanna Kamm, Georg Diez, Christopher Roth u. a.

11.11: Kultur in der Ära des Zusammenbruchs
der Globalen Systeme:
Ein Brettspiel mit Paul Mason

Was passiert, wenn globale Systeme, die wir einst für dauerhaft hielten, zusammenbrechen? Und was bedeutet dieser Zusammenbruch für kulturelle Produktionen? Paul Mason, Autor von Postcapitalism: A Guide to Our Future (2015), präsentiert eine Simulation von eben dieser Situation und lädt Zuschauer ein, die Konsequenzen zu betrachten. Sam Williams und Armen Avanessian diskutieren mit Paul, was der Kollapse von globalen Systemen für Künstler und Theatermacher bedeutet und welche anderen Kunstformen hierdurch zustande kommen können. Der Abend mündet in einem offenen Ideenaustausch.

Auf Englisch

Tickets

13.01.18, 20:00
Roter Salon
> Tickets

Medien

> Play II Pause
00:00
Sound on Sound off
00:
11.12
12.12
13.12
14.12
15.12
16.12
17.12
18.12
19.12
20.12
21.12
22.12
23.12
24.12
25.12
26.12
27.12
28.12
29.12
30.12
31.12
01.01
02.01
03.01
04.01
05.01
06.01
07.01
08.01
09.01
10.01
11.01
12.01
13.01
14.01
15.01
16.01
17.01
18.01
19.01
20.01
21.01
22.01
23.01
24.01
25.01
26.01
27.01
28.01
29.01
30.01
31.01
01.02
02.02
03.02
ʌ
v
Diese Website setzt Cookies ein. Mehr darüber erfahren Sie in unseren Hinweisen zum Datenschutz. > Mehrx