VOLKSBÜHNE
Berlin
Samuel Beckett
Nicht Ich / Tritte / He, Joe

Schauspiel
ca. 75min
In deutscher Sprache

„Wirst du nie aufhören, es alles hin- und herzuwälzen? Pause. Es? Pause. Es alles. Pause. In deinem armen Kopf.“ In Footfalls (Tritte, 1976) kann M sich weder aus ihrer Mutterbindung, noch aus ihren eigenen Gedankenschleifen befreien. Becketts Figuren sind gefangen. In den glänzenden Trümmern ihrer Sprache. Und den Grenzbereichen der Bühne. In diesen drei selten gespielten Einaktern lässt er sie in immer neuen Varianten des Leerlaufs das existenzielle Nichts durchschreiten. Eh Joe (He, Joe, 1966) ist die erste TV-Arbeit Becketts. Der alte Joe sagt kein Wort, aus dem Off wird er von einer Frau angeklagt. Sein Gesicht eine Landschaft. Joe wird von dem legendären dänischen Schauspieler Morten Grunwald gespielt, der vor allem durch seine Rolle des Benny Frandsen in den Olsenbanden-Filmen berühmt wurde.

In dem völlig dunklen Bühnenraum von Not I (Nicht Ich, 1972) befinden sich gar keine Darsteller mehr. Nur noch ein angestrahlter Mund, er stößt ein atemloses Wörter-Inferno hinaus. Das Stück gilt als einer der innovativsten Entwürfe der Theatergeschichte, der visionär die Brücke zur Performance Art schlug.

In der Balance von bildhaftem Text und szenischem „Image“ markieren die Stücke auf frappierende Weise die Schnittstelle vom „Text-Erzählen“ zum heutigen „Bild-Erzählen“.

Und sie führen uns zurück zur Quintessenz des Theaters: Körper, Raum, Stimme. Durch rhythmisierte Bewegungsabläufe, absolute Prägnanz der Form und Konzentration findet man wieder jähen Kontakt zur Welt. Inszeniert werden die drei Stücke von Walter Asmus, dem langjährigen künstlerischen Mitarbeiter von Samuel Beckett. Er hat international bereits alle Stücke Becketts inszeniert und lebt in Berlin.

KEIN NACHEINLASS!

Besetzung

Mit: Anne Tismer, Morten Grunwald

Regie: Walter Asmus
Bühne & Kostüme: Alex Eales

Pressestimmen

„Tismer spricht exakt wie vorgesehen atemlos schnell den Monolog einer Frau, die auf ein nicht näher bestimmtes unglückliches Leben zurückblickt, auf offenkundig Traumatisches, alles sprudelt nur so heraus aus ihr, die kurz nur aus dem eigenen Verstummen findet. Das fordert von der Schauspielerin die reinste Verbalakrobatik, sie hat absolut nichts zur Verfügung als nur die rasende Sprache – und Tismer ist umwerfend." - ZEIT Online

Dirk Peitz, 11.11.17

„Kann eine einzige Schauspielerin die riesige Berliner Volksbühne füllen? (...) Darstellerin Anne Tismer gelingt es, die Zuschauer bereits mit ihren ersten Worten in den Bann zu ziehen.(...) Hoch konzentriert folgt das Publikum Anne Tismer, die mit ihrem furiosen Aufritt alle drei Stücke prägt." - dpa

Elke Vogel, 11.11.17

„Anne Tismer hat die Kraft, selbst flüsternd noch in diesem großen Raum vernehmbar zu sein“. - taz

Katrin Bettina Müller, 13.11.17

„Körper, Raum, Stimme, Theateraskese pur. Tismer ist das Beckett-Mädchen, das zwar lebt, aber nicht wirklich geboren wurde.“ - Neue Zürcher Zeitung

Daniele Muscionico, 15.11.17

„Starkes Duo: Beckett und Tismer. (...) Der einst gefeierte Schauspielstar der Schaubühne kehrt für diese drei Einakter von Samuel Beckett als Schauspielerin zurück. Und wie!“ - Zitty, 46/2017

Friedhelm Teicke, 15.11.17

Medien

Foto: David Balzer

Foto: David Balzer

Foto: Østre Gasværk Teater

Foto: David Balzer

Illustration: Jocelyn Herbert, Royal Court Theatre, 1973

Illustration: Jocelyn Herbert, 1976

Samuel Beckett und Walter Asmus

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