VOLKSBÜHNE
Berlin
Boris Charmatz
Musée de la danse
10000 Gesten
01.–03.02.18
Großes Haus

Tanz, Performance
1h

10000 Gesten beruht auf der faszinierenden Idee, ein Stück aufzuführen, in dem keine einzige Bewegung wiederholt wird. Nach der Uraufführung auf Tempelhof entsteht nun erstmals auf der Bühne des großen Hauses dieses explosive Alphabet des Tanzes. Die Zuschauer*innen sitzen einem Bewegungsbild gegenüber, das sich nicht mehr vollständig erfassen lässt, der Blick schweift unablässig zwischen den 24 Tänzer*innen, zwischen Detail und Gesamtbild, zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft. Eine lineare Erzählung löst sich auf in dem Wirbel von blitzenden Mikroereignissen. Ein überbordender, wild zuckender, post-terroristischer Übergriff. Über allem schwebt die monumentale Trauermusik aus Mozarts Requiem. Als würde man im Moment des Todes vor seinem inneren Auge sein ganzes Leben im Zeitraffer vorbeiziehen sehen.

10000 GESTEN ZUR TANZPLATTFORM 2018 EINGELADEN
Die Choreografie 10000 Gesten von Boris Charmatz, eine Produktion der Volksbühne, die im September in der Volksbühne Tempelhof ihre Premiere hatte, ist eingeladen zur Tanzplattform 2018 (am 17. und 18. März im Musiktheater Gelsenkirchen), dem wichtigsten Ereignis des zeitgenössischen Tanzes in Deutschland, das biennal in wechselnden Städten stattfindet.

Sound Material Requiem in D minor K.626 by Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791), aufgeführt von der Wiener Philharmonie und dirigiert von Herbert von Karajan. 1986 im Wiener Musikverein aufgezeichnet (1987 Polydor International GmbH, Hamburg); Live-Mitschnitt von Mathieu Morel in Mayfield, Manchester.

Produktion Musée de la danse / Centre chorégraphique national de Rennes et de Bretagne - unter der Regie von Boris Charmatz. Die Organisation wird unterstützt vom Kultur- und Kommunikationsministerium, der Stadt Rennes (Regionaldirektion für kulturelle Angelegenheiten, Bretagne), der Stadt Rennes, dem Regionalrat der Bretagne und Ille-et-Vilaine Departemental Council.

www.museedeladanse.org

Das Institut français unterstützt regelmäßig die internationalen Tourneen des Musée de la danse.

Ko-production Volksbühne Berlin, Manchester International Festival (MIF), Théâtre National de Bretagne-Rennes, Festival d’Automne à Paris, Chaillot – Théâtre national de la Danse (Paris), Wiener Festwochen, Sadler’s Wells London, Taipei Performing Arts Center

Dank an Julie Cunningham, Dalila Khatir, Jolie Ngemi, Marlène Saldana, Le Triangle – cité de la danse, Charleroi Danses - Centre chorégraphique de la Fédération Wallonie-Bruxelles, P.A.R.T.S., Archivio Alighiero Boetti und Fondazione Alighiero e Boetti ; Chiara Oliveri Bertola / Castello di Rivoli Museo d'Arte Contemporanea

Besetzung

Interpretation: Salka Ardal Rosengren, Or Avishay, Jessica Batut, Nuno Bizarro, Dimitri Chamblas, Matthieu Burner, Olga Dukhovnaya, Sidonie Duret, Bryana Fritz, Bryana Fritz, Alexis Hedouin, Maud Le Pladec, Mani Mungai, Noé Pellencin, Frank Willens
Choreografie: Boris Charmatz
Choreografie Assistenz : Magali Caillet Gajan
Kostüm: Jean-Paul Lespagnard
Gesangsausbildung: Christian Kesten
Inspizient: Fabrice Le Fur
Tontechniker: Olivier Renouf
Ankleider: Marion Regnier
Produktionsdirektion: Martina Hochmuth, Amélie-Anne Chapelain

Pressestimmen

„Wie Charmatz seine Truppe guerillamäßig die Tanzfläche stürmen und wieder auseinanderstieben lässt, ist sensationell. Atemberaubend sind Tempo und Präzision. Im choreografischen Wimmelbild flackern die (Hand-)Haltungen nur so vorüber, vom Kopfkratzen bis zur Segnungsgebärde. Erschöpfend, aber grandios.“ - Berliner Morgenpost

Elena Philipp, 16.09.17

„Boris Charmatz ist einer der interessantesten und erfolgreichsten Choreografen seiner Generation, der sowohl strukturanalytische als auch emotionale Arbeiten inszenieren kann und diese Fähigkeiten mit einem Gespür für aktuelle Moden verbindet. Dass er routiniert mit Raum umgeht, ihn entgrenzen und einhegen, Bewegung dynamisch bündeln, vereinzeln, ausschwärmen lassen und streuen kann, das zeigt auch 10.000 Gesten wieder. Besonders im Zusammenspiel mit dem cineastischen Licht von Yves Godin, der zunächst nur den Schein der durch die großen Glasfenster dringenden Außenbeleuchtung nutzt.“ - ZEIT Online

Astrid Kaminski, 15.09.17

„Zum »Sanctus«, ein Paar hatte sich im Kuss vereint, stehen die Tänzer verteilt im ganzen Hangar und lauschen dem Sieg Mozarts über das Menschengequirl. Akzeptiert man, dass der Tanz sein eigenständiges Todesszenario entwirft, unabhängig von der Musik, ist »10 000 Gesten« vorzüglich getanzt und von eindringlich emotionaler Raumarchitektur.“ - Neues Deutschland

Volkmar Draeger, 16.09.17

10 000 Gesten ist ein Spiel einerseits mit der Oberfläche und gleichzeitig mit der Gewalt, die sich aus der puren physischen Präsenz ergibt. Es ist gut gemacht, und es setzt die architektonische Wucht des Hangars und die kleinen, sich dem mit aller Energie entgegenwerfenden Menschkörper vor allem gegen Ende atemberaubend in Szene.“ - Berliner Zeitung

Michaela Schlagenwerth, 15.09.17

„Wie er das Chaos entfesselt, wie es ihm gelingt, die Konfusion, die heutigen Ängste einzufangen, ist grandios." - Der Tagesspiegel

Sandra Luzina, 15.09.17

Medien

Foto: Gianmarco Bresadola

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