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Foto: Vincenzo Laera

Die Orestie
von Thorleifur Örn Arnarsson
nach Aischylos

Schauspiel
2h 10min
Deutsch mit englischen Übertiteln

Die Veranstaltung am 25.10. musste leider ersatzlos entfallen. Bereits gekaufte Karten müssen bitte bis zum 07.11. telefonisch oder per E-Mail zurückgegeben werden. Bei der Rückgabe Ihrer Karten haben Sie die Möglichkeiten, Ihre Karten in einen anderen Vorstellungstermin oder einen Gutschein umtauschen zu lassen oder sich den gezahlten Betrag zurückerstatten zu lassen. Die Theaterkasse der Volksbühne ist Montag bis Samstag, 11:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und telefonisch über 030-240 65 777 sowie per E-Mail an besucherservice@volksbuehne-berlin.de erreichbar.
Kund*innen, die ihre Karten über eine Besucherorganisation erworben haben, bitten wir, sich für die Rückgabe direkt an die jeweilige Besucherorganisation zu wenden.

Unter Verwendung der Übersetzung von Peter Stein, erschienen im Verlag der Autoren.

„Ein gottverhasstes, Götterhassendes Haus. / Ja! Mitwisser von vielerlei / Verwandtenmord, durchschnittene Kehlen – / ein Menschenschlachthaus, / und sein Boden schwimmt im Blut.“

Die Orestie des Aischylos, bestehend aus den drei Teilen „Agamemnon“, „Choephoren“ und „Eumeniden“, ist die erste überlieferte Tragödientrilogie und entstand kurz nach politischen Umwälzungen in Athen hin zur weltgeschichtlich ersten demokratischen Staatsordnung. Agamemnon, Anführer des griechischen Heeres im Trojanischen Krieg, kehrt, nachdem er seine Tochter Iphigenie für die Unterstützung der Götter geopfert hat, nach langen Jahren nach Hause zurück und wird durch seine Gattin Klytaimestra ermordet. Dies sühnt ihr Sohn Orest und tötet seine Mutter. Dieser Kreislauf aus Mord und Rache führt ihn schließlich vor ein Bürgergericht und endet durch göttliches Eingreifen mit einem Freispruch.

„Ich sage nichts mehr. / Ein Stier steht mir auf der Zunge. / Ich verbrenn’ mir nicht das Maul. / Wenn dieses Haus selbst / eine Stimme hätte, es würde nur zu deutlich sprechen.“

Ein Lamentieren über das schier endlose Warten, selbst die Seherin bleibt stumm. Krieger spielen Demokraten. Entscheidungen fallen für die Menschen und gegen die Götter. Kassandra findet ihre Stimme wieder und verkündet die Katastrophe. Clowns und Narren, Künstler und Politiker, Wissenschaftler – ein gemeinsamer Untergang der Welt. Der Endpunkt der Zeit wird zu einem Anfang der Geschichte. Die Seherin spricht und jeder möchte ihr glauben. Kein Ende in Sicht? Kein neuer Anfang? Kein Ende.

„Niemals brülle / das unersättlichste aller Übel, / der Bürgerkrieg, durch diese Stadt, / das wünsche ich ihr, / und hat der Staub einmal / das schwarze Blut der Bürger getrunken, / so fordere er nicht in rasender Rachsucht / – Mord für Mord – / Vergeltung in der Stadt.“

Mit prüfendem Blick auf unsere Gesellschaft verhandeln und hinterfragen sich Szenarien von Gewalt und Macht, der Gewalt des Staates und jedes Einzelnen in einem grundsätzlichen Aufeinanderprallen von Standpunkten und Werten.

Premiere war am 01.10.2020.

Besetzung
Mit: Sólveig Arnarsdóttir, Johanna Bantzer, Gabriel Cazes, Sarah Franke, Katja Gaudard, Sebastian Grünewald, Jan Jordan, Daniel Nerlich, Sarah Maria Sander, Sylvana Seddig, Sir Henry, Hubert Wild

Regie: Thorleifur Örn Arnarsson
Bühne: Ann-Christine Müller
Kostüme: Mona Ulrich
Musik: Gabriel Cazes
Director of Photography: Voxi Bärenklau
Künstlerische Mitarbeit: Egill Sæbjörnsson
Sounddesign: Salka Valsdóttir
Licht: Kevin Sock
Live-Kamera: Miriam Kolesnyk, Bruno Beuchel
Live-Schnitt: Nicolas Keil
Dramaturgie: Ulf Frötzschner

22.12.20, 19:30
> Vorstellung entfällt

Medien

> Play II Pause
00:00
Sound on Sound off
00:

Trailer: Andrea Schumacher

Foto: Vincenzo Laera

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