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Date an Eastern European
STEREO AKT, Budapest/Ungarn

Eine Veranstaltung des transkulturellen Festivals POSTWEST

Performance

In ungarischer und deutscher Sprache mit englischen, deutschen und ungarischen Untertiteln

Das ungarische Theaterkollektiv STEREO AKT nimmt die Vermittlerrolle ein und lädt das Publikum zu einem Online-Date. Alles ist vorbereitet: ein gemütliches Restaurant mit toller Atmosphäre, ein freundlicher Kellner mit schönem Lächeln und vor allem: ein*e attraktive*r Dating-Partner*in aus Osteuropa. Sie als Betrachter*in müssen nur Platz nehmen und ihn*sie kennenlernen. Aber was bedeutet es, Osteuropäer*in zu sein? Und was, eine*n zu daten?

Beobachten Sie Gegenüber und versuchen Sie, seine Hintergrundgeschichte vom Gesicht abzulesen. Lauschen Sie einer allwissenden Stimme und was Sie Ihnen über ihr Gegenüber verrät. Werden Sie hinter all den Hinweisen, Eindrücken, Geständnissen und Vorurteilen, denen Sie begegnen, sein wahres Ich kennenlernen? Wie können Sie herausfinden, wer es wirklich ist?

Dadurch, dass das intime Erlebnis eines „Blind Date“ um eine soziokulturelle, politische und historische Dimension erweitert wird, wird das Publikum dazu angeregt, eigene Positionen einzunehmen und zu erkunden, was es bedeutet, Ost- bzw. Westeuropäer*in oder irgendwas dazwischen zu sein.

Credit
Regie: Martin Boross
Dramaturgie: Gábor Thury
Sounddesign: Márk Bartha
Kostümdesign: Fruzsina Nagy
Cinematographie: Dániel Bálint
Produktionsassistenz: Zsuzsanna Balogh
Produktionsleitung: Daniel Mayer
Kostümpraktikaten: Gabriella Csoma, Petra Mák
Focus puller: Daniel Benkő
Kamera-Assistenz: Attila Négyesy

Mit: Zoltán Ásmány, Luca Borsos, László Göndör, Lili Raubinek, Imre Vass
Gast: Katja Gaudard

Eine Koproduktion zwischen STEREO AKT und der Volksbühne Berlin

Unterstützt durch: National Cultural Fund of Hungary

Gefördert durch die

STEREO AKT zählt zu den progressivsten zeitgenössischen Theaterkollektiven Ungarns. Mit Sitz in Budapest setzt es unter der künstlerischen Leitung von Martin Boross eventbasierte Performances um. Das Theater wird zum Ereignis, die Zuschauenden zu Teilnehmenden. Im Vordergrund steht dabei die Begegnung zwischen der Realität der Teilnehmenden und der Fantasie der Künstler*innen. Die Kernaussage der Performances von STEREO AKT wird aus dem – oftmals wortlosen – Dialog zwischen dem Publikum und den Performer*innen geboren.

Martin Boross ist Theaterregisseur und künstlerischer Leiter von STEREO AKT. Von 2011 bis 2014 war er Mitglied des Artus Theater, einer renommierten Theaterkompanie, die seit dreißig Jahren aktiv ist. Hier wirkte er als Performer und Regisseur. 2013 schloss Boross sein Studium der Dramaturgie an der University of Theatre and Film Arts in Budapest ab. Seit 2011 inszenierte er fünfzehn Theaterproduktionen, darunter bühnen- und ortsspezifische Stücke, eine Oper, einen Dokumentarfilm und diverse kleinere künstlerische Aktionen, Flash Mobs und Zivilkampagnen. Seine postdramatischen Stücke sind häufig interdisziplinär, partizipativ oder immersiv, verwenden dokumentarisches Material und verfolgen soziale, politische oder Community-basierte Ansätze.

Boross experimentiert häufig mit unkonventionellen Formen der Publikumspositionierung und -partizipation. Dabei gilt sein Interesse der Interaktion als dramaturgischer Technik, die grundlegend für die kritische, kreative und reflexive Einbeziehung des Publikums ist. Außerhalb Ungarns hat er mit internationalen Teams an Projekten in Deutschland, Spanien, Dänemark, Polen, Rumänien und den Vereinigten Staaten gearbeitet.

Medien

Regisseur Martin Boross. Foto: Daniel Doemoelky

Foto: Mate Bartha

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