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Tanya's Birthday. Berlin
Ģertrūdes ielas teātris, Riga/Lettland

Eine Veranstaltung des transkulturellen Festivals POSTWEST

Online Live Performance mit Publikumsbeteiligung

In englischer Sprache mit russischen, lettischen und deutschen Anteilen

Ein Konvergenzpunkt der europäischen Geschichte – das Jahr 1989: genauer von der Aktion "Baltischer Weg" im August bis zum Fall der Berliner Mauer im November – dient als Ausgangspunkt für die Inszenierung Tanya’s Birthday. Berlin.

Mit der Aktion "Baltischer Weg" bildeten Hunderttausende Menschen aus Estland, Lettland und Litauen eine rund 600 Kilometer lange Menschenkette zwischen den drei Hauptstädten Tallinn, Riga und Vilnius und demonstrierten damit für Unabhängigkeit und Freiheit. Die Aktion wirkte sich nicht nur auf die baltischen Staaten, sondern auf die Geschichte und Zukunft ganz Osteuropas aus, während der Fall der Berliner Mauer die Grenze zwischen Ost und West in kultureller wie geopolitischer Hinsicht symbolisch öffnete.

Das künstlerische Team um Regisseur Mārtiņš Eihe untersucht die Spuren, die diese beiden historischen Ereignisse hinterlassen haben, und analysiert die Verbindungen zwischen ihnen aus der Perspektive von Künstler*innen als Zeitzeug*innen. Das Setting der Performance ist eine virtuelle Geburtstagsfeier. Das Publikum nimmt die Rollen von Freunden und Familie ein. Während die Schauspieler*innen sich an die versammelten Gäste wenden und mit dem Erzählen von Geschichten beginnen, entblättern sie nach und nach mehrdeutige wie vielschichtige Lebensgeschichten.

Bitte halten Sie für die Online-Performance Bananen sowie Snacks und Getränke nach Wahl​ bereit, um gemeinsam mit allen Gästen auf Tanya anzustoßen und einen ausgelassenen Abend mit ihr zu verbringen.

Credits
Regie: Mārtiņš Eihe
Dramaturgie: Arnita Jaunsubrēna, Degna Martens
Design: Ieva Kauliņa
Produktionsleitung: Maija Pavlova
Technische Assistenz für Ton, Licht, Video: Dina Beinare, Normunds Balodis
Regieassistenz: Charlotte Garraway

Mit: Mārtiņš Eihe, Charlotte Garraway, Arnita Jaunsubrēna, Daniel Nerlich, Juta Vanaga

Koproduktion zwischen Ģertrūdes ielas teātris und Volksbühne Berlin

Erstellt im Rahmen des 100-jährigen Jubiläumsprogramms Lettlands

Gefördert durch: State Culture Capital Foundation of Latvia, JSC “Development Finance Institution Altum”, European Social Fund, project identification No. 9.1.1.3 / 15 / I / 001 “Support for Social Entrepreneurship”

Unterstützt durch: Botschaft der Republik Lettland in der Bundesrepublik Deutschland, Bierbrauerei Valmiermuiža

Gefördert durch die

Ģertrūdes ielas teātris (GIT) ist eine freie Produktionsstätte, die in jeder Saison vier bis sechs neue Produktionen auf die Bühne bringt und zudem ein monatliches Programm an Stücken aus ihrem festen Repertoire aufführt. GITs Kollaborationen mit Künstler*innen aus den Bereichen Theater, Tanz und Musik beruhen auf dem gemeinsamen Glauben an den Wert kreativer Arbeit. GIT unterstützt neue Impulse und Konzepte, um künstlerisches Wachstum zu fördern. Eine Gruppe engagierter Partner*innen und Förderer*innen trägt aktiv zur Stärkung des GIT als Plattform für aktuelle Trends des zeitgenössischen Theaters in Riga bei.

Mārtiņš Eihe arbeitet sowohl an staatlichen Repertoiretheatern (Valmiera Drama Theatre, Dailes Theatre), als auch an freien Theatern. Dabei inszeniert er Theaterproduktionen nicht nur am Ģertrūdes ielas teātris selbst, sondern auch an unkonventionellen Locations außerhalb klassischer Theaterräume, wie im Rahmen des International Festival of Contemporary Theatre Homo Novus.

Eihes Regiearbeit zeichnet sich durch ein unerschütterliches Interesse für Menschen, die Welt, die Geschichte und das politische Geschehen aus. Das Theater dient ihm als Gelegenheit, eine Konversation anzuregen – mit seinen kreativen Teams ebenso wie mit den Zuschauer*innen. Eihe wirft mit seinem Schaffen ungemütliche und kontroverse Fragen auf, indem er sich direkt an das Publikum wendet und Diskussionen provoziert, dabei aber nie aufhört, zuzuhören, andere Meinungen zu akzeptieren und jegliche Didaktik zu vermeiden. Offenheit und kreative Freiheit sind charakteristisch für Eihes Theater, sie finden ihren Ausdruck in Form und Inhalt. Das Publikum muss sich darauf einstellen, sich bei einem Besuch seiner Theaterstücke auf einer Geburtstagsfeier (Tanya’s Birthday), in einem Escape Room (Escape Room. A Myth About Freedom), oder einer intimen Tagebuchlesung (The Reading Room) wiederzufinden.

Medien

Foto: Anna Rosalie Uudre

Regisseur Martin Eihe. Foto: Krista Burane

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