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ZoomTime [SMUTA]
Center of Contemporary Art DAKH, Kiew/Ukraine

Eine Veranstaltung des transkulturellen Festivals POSTWEST

Online Live Performance

Mit englischen Untertiteln

Ein neues Theaterformat: ein großformatiges, theatralisches Gemälde in drei Akten, ein immersives Eintauchen in die SMUTA-Zeit, eine Zeit der Wirren und Unruhen in Russland am Ende des 16. Jahrhundert, die von Naturkatastrophen und schweren politischen, wirtschaftlichen, sozialen und staatlichen Krisen geprägt war. Und in der sich alles, was als sicher und gefestigt galt, als irrelevant erwies.

ZoomTime [SMUTA] ist ein gemeinsames Projekt von Regisseur Vlad Troitskyi und Dramaturg und Theaterphilosoph KLIM sowie einer neuen Generation von DAKH-Schauspieler*innen. Das Stück ist der SMUTA-Zeit gewidmet: Godunov, Ivan Grozny, False Dmitri, Marina Mniszech... eine Zeit, in der sich alles, was als sicher und gefestigt galt und auf das wir uns verließen, als irrelevant erwies.

Credits
Regisseur: Vlad Troitskyi
Text: Klim
Projektmanager: Andriy Palatnyi

Mit: Igor Dymov, Vlad Gogol, Marina Mnishek Nadiya Golubtsova, Martha Oleksandra Indik, Vira Klimkovetska, Shuiskyi Semen Kyslyi, Odovalskyi Volodymyr Lutikov , Оlexandr Martynenko, Andriy Palatnyi, Volodymyr Rudenko

Eine Koproduktion zwischen dem Center of Contemporary Art DAKH und der Volksbühne Berlin

In Kooperation mit OpenTheatre

Gefördert durch die

Das Center of Contemporary Art DAKH (Zentrum für Zeitgenössische Kunst DAKH) wurde 1994 von dem Regisseur und Produzenten Vlad Troitskyi gegründet. Der studierte Physiker und erfolgreiche Geschäftsmann Troitskyi machte sein Regiedebüt am Theaterstudio von Anatholyi Cherkov, dem Vorreiter der ukrainischen Avantgarde der 1970er und 1980er Jahre. 2001 schloss Troitskyi sein Studium der Schauspielerei und Regie an der Russian Academy of Theater Arts in der Klasse von Boris Yukhananov ab. Eine Schnecke, die den Fuji „langsam, bis ganz nach oben“ hinaufkriecht, wurde zum sonderbaren Symbol der Grundprinzipien des DAKH.

Von 1994 bis 1995 fungierte das DAKH als „Kunsthotel“ - eine offene Bühne für freie Theater- und Musikprojekte mit zusätzlichen Ausstellungsräumen. 1995 veranstaltete Troitskyi das School international festival und eröffnete ein freies und internationales „Theater-Schul-Laboratorium“ als Alternative zum staatlichen System der Theaterpädagogik. Von 1996 bis 1999 lehrten mit Boris Yukhananov, Igor Lysov und Valeryi Bilchenko die führenden Köpfe des russischen Avantgarde-Theaters – allesamt Anhänger*innen von Anatholyi Efros und Anatholyi Vasiliev– mit ihren jeweils eigenen Lehrmethoden am DAKH.

Wladimir Ogloblin (1915–2005), Legende des realistischen Theaters, Träger eines Preises der Regierung der UdSSR sowie prominenter Regisseur und Pädagoge in der Ukraine, verfasste von 1995 bis 2005 Theaterstücke und lehrte am DAKH. Von 1999 bis 2010 arbeitete das DAKH darüber hinaus mit dem russischen Regisseur, Dramatiker und Pädagogen Klim zusammen, der weiterhin als Dramaturg am Theater beschäftigt ist.

2004 wurde das DAKH unter der Leitung von Vlad Troitskyi zum Theater. Troitskyis Stil kann als die Erfahrung der Suche nach einer „dynamischen Synthese“ verschiedener Schauspiel- und Regietechniken sowie künstlerischer Formen der Verkörperung kreativer Intentionen beschrieben werden. Die ukrainische Musiktradition bildet eine Quelle kreativer Energie und tiefer Inspiration für den „Versuch, einer für sie so charakteristischen Theatertradition neues Leben einzuhauchen.

Vlad Troitskyi, 1964 in Ulan-Ude in der UdSSR geboren, ist ein ukrainischer Theaterschauspieler, Regisseur, Bühnenbildner, Produzent und Fernsehmoderator. 1987 schloss er sein Studium an der Faktultät für Radiotechnik am Polytechnischen Institut in Kiew ab und absolvierte dort im Jahr 1990 ein Postgraduiertenstudium. 2002 absolvierte er die Russian Academy of Theater Arts (ehemals GITIS) im Fachbereich Schauspiel und Regie. 1994 gründete Troitskyi das Dakh-Theater, und im Jahr 2000 eröffnete er seine Schauspielschule. 2007 gründete er das GOGOLFEST für zeitgenössische Kunst im Arsenal (heute Mystetskyi Arsenal), das sich zu zahlreichen regionalen Festivals in der Ukraine weiterentwickelte. Troitskyi initiierte die Gründung der Musikgruppen DakhaBrakha (2004) und Dakh Daughters (2012), die beide aus dem Center of Contemporary Art (DAKH) hervorgegangen sind. Darüber hinaus realisierte Troitskyi Projekte in Ungarn, der Ukraine, Frankreich und der Schweiz.

Medien

Regisseur Vlad Troitskyi

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