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Platform East:
Fragmente meiner Heimaten. Russischsprachige Migration in Deutschland
18.03.

Performance, Diskurs
In deutscher Sprache

Eine Veranstaltung des transkulturellen Festivals POSTWEST

I. Performance
Sarah Maria Sander: Die Geschichte meines Vaters

1946 wird Ibrahim Nadzhafow in Charkow geboren. Seine Mutter, eine junge Jüdin, verlässt nach der Geburt den Vater, einen azerbaijanischen Offizier und verwehrt jeglichen Kontakt zum Sohn. Dieser wächst mit der Sehnsucht nach einem Vater auf und gibt sich selbst den Namen Aleksander. In einem fernen Land jenseits der Sowjetunion verspricht er sich eine Zukunft, eine andere, bessere Welt. Aleksander steckt fest zwischen Zeiten, Kulturen, zwischen dem Suchen und Nicht Finden. Russland wird zu einem fremden Ort, Deutschland wird auch nach Jahren nicht vertraut. Heimat wird zu einer Utopie.
Viele Jahre später wächst Sarah in Deutschland auf. Auch sie wird von der Frage nach Heimat und Identität verfolgt. Zu ihrem 18. Geburtstag schenkt die Mutter ihr eine alte Kiste aus Holz. In ihr: Briefe, Postkarten und Telegramme von Aleksanders Vertrauten, die seine Geschichte aus ihrer Sicht erzählen.

II. Panel mit Tatiana Golova (ZOiS), Svetlana Müller (PANDA Theater e.V.) und Sarah Maria Sander (Volksbühne Berlin)

Russischsprachige Migrant*innen in Deutschland werden oft als einheitliche Gruppe wahrgenommen. Dabei unterscheiden sich ihre Herkunftsorte, ihre Wege und der Status, den sie mit ihrer Ankunft in Deutschland erhielten, erheblich. Ihre Geschichten und Erinnerungen finden sich in künstlerischen Ausdrucksformen wieder. Werden diese als Teil von Identität an die nächste Generation weitergegeben? Was bedeuten Kultur- und Begegnungsorte für migrantische Communities? Wie entstehen neue kulturelle Projekte jenseits der Nostalgie und inwieweit beziehen diese Personen außerhalb der Community mit ein? Anknüpfend an die Performance Die Geschichte meines Vaters von Sarah Maria Sander, Ensemblemitglied an der Volksbühne, geht die Soziologin Tatiana Golova im Gespräch mit der Künstlerin und mit Svetlana Müller vom PANDA-Theater diesen Fragen nach und beleuchtet dabei, welche politische Dimension Identitätsprojekte von Migrant*innen haben und welche Rolle Verflechtungen mit den Herkunftsländern heute noch spielen.

Tatiana Golova ist Soziologin am Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien und arbeitet unter anderem zu transnationalen Migrant*innennetzwerken auf Social Media.

Svetlana Müller ist Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins PANDA nicht nur russisches Theater e.V. , das sich in den letzten Jahren zu einer interdisziplinären Kunst-, Politik- und Kulturplattform entwickelt hat.

Sarah Maria Sander ist Schauspielerin an der Volksbühne. Sie wuchs in Deutschland und Russland auf. 2015 war sie Gaststudentin in der Meisterklasse Schauspiel bei Semen Spivak Theaterakademie Sankt Petersburg, Russian State Institute of Performing Arts. Von 2015 bis 2019 studierte sie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin.

In Kooperation mit

Gefördert durch die


Platform East
Welche Formen zivilgesellschaftlichen Engagements existieren in Osteuropa? Welche Akteur*innen beteiligen sich an der Umgestaltung des öffentlichen Raumes? Wie hat sich das kollektive Gedächtnis im postsowjetischen Zeitalter verändert? Diese und andere Fragen stellt die neue Reihe Platform East im Kontext des transkulturellen Festivals POSTWEST. Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen aus Mittel- und Osteuropa sowie Osteuropaexpert*innen adressieren gesellschaftsrelevante Themen, die ihren Alltag prägen: Die Freiheit von Künsten und Medien, Erinnerungspolitik und die Konstruktion von Identitäten, Generationsbeziehungen und -konflikte sowie das Aufbegehren gegen politische Systeme. Durch das Zusammenführen verschiedener Professionen entstehen Denkcollagen, die Wissenshorizonte erweitern und als Ausgangspunkt für diverse Zukunftsszenarien und eine gemeinsame Utopie von POSTWEST dienen.

Die Serie Platform East ist eine Kooperation zwischen dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) und der Volksbühne Berlin. Mit Paneldiskussionen, Filmen, Lecture Perfomances und anderen Formaten, funktioniert die Reihe im buchstäblichen Sinne als Plattform: An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst, setzt sie jenseits existierender homogener Osteuropabilder an und bietet Raum für politische, gesellschaftliche und kulturelle Diversität.

Vergangene Veranstaltungen

Platform East: Generation in-between? Social and Political Views of Young People

Eine Veranstaltung des transkulturellen Festivals POSTWEST

Mit: Arnita Jaunsubrena (Performer und Dramaturgin, Berlin/Riga), Félix Krawatzek (ZOiS, Berlin) u.a.

Jugendliche sind eine Gruppe, die unter besonderer Beobachtung steht. Häufig dienen sie als Projektionsfläche für konkurrierende Zukunftserwartungen, Hoffnungen und Ängste. Besonders autoritäre Regierungen versuchen, das politische Handeln junger Menschen zu vereinnahmen, aber auch in demokratischen Staaten möchten Organisationen wie Parteien und Kirchen Einfluss nehmen. Doch die Jugend erschließt sich zunehmend öffentliche und digitale Räume und verschafft sich medienwirksame Stimmen beispielsweise durch Youtuber*innen, Social Media Kanäle oder junge Aktivist*innen.

Die heutige Jugend in Osteuropa ist die erste Generation, die annähernd ihr gesamtes Leben nach dem Fall des Eisernen Vorhangs verbracht hat. Statt der eigenen Erfahrung des Zusammenbruchs der kommunistischen Regime kennen sie die Ereignisse aus zweiter Hand. Welches politische Bewusstsein und welche Werte entwickeln sie vor diesem Hintergrund? Welche Rolle spielt das Internet als Informationsquelle Nr.1? Wie sind sie international vernetzt und wo fühlen sie sich zugehörig? Diese Fragen diskutieren Sozialwissenschaftler*innen, junge Aktivist*innen und Künstler*innen ausgehend von umfangreichen Studien über junge Menschen in Polen, Belarus, Russland und Deutschland.

In Kooperation mit

Gefördert durch die

Platform East: An Unholy Alliance? “Christian Values” and Anti-Gender Politics in Central and Eastern Europe

Eine Veranstaltung des transkulturellen Festivals POSTWEST

Mit: Regina Elsner (ZOiS, Berlin), Radoslav Stoyanov (Bulgarian Helsinki Commitee, Sofia)
Moderation: Patricia Hecht (taz, Berlin)
Input: Elżbieta Korolczuk (Södertörn Universität, Stockholm), Kristina Stöckl (Universität Innsbruck)

Heute bedienen sich rechtspopulistische Bewegungen und autoritäre Regierungen weltweit „christlicher Werte“, um eine konservative Sozialpolitik voranzutreiben. Sie proklamieren, die vermeintlich „wahre“ Zivilgesellschaft, jenseits von Eliten, zu repräsentieren. Vor allem in Ländern wie Russland, Polen oder Bulgarien stärkt die Anti-Gender- und Pro-Family-Agenda rechter Parteien einerseits europakritische und nationalistische Akteure. Andererseits sind diese Bewegungen auch Teil internationaler christlicher ultrakonservativer Allianzen, die in Osteuropa eine neue Bastion der Verteidigung ihrer Werte sehen. Prägnant zeigen sich diese Verbindungen am World Congress of Families (WCF) zu dem sich christliche, ultrakonservative Gruppen und Einzelpersonen versammeln, um ein traditionalistisches Familienverständnis zu verteidigen.

Was sind die treibenden Faktoren für diese „unheilige Allianz“ von Religion und Politik, in der Gender mit Demoralisierung gleichgesetzt wird? Welche Rolle spielen die katholische bzw. orthodoxe Kirche in dem Prozess? Wie positionieren und engagieren sich verschiedene Strömungen der christlichen Kirchen in diesem Wertekampf?

Regina Elsner ist Theologin und Wissenschaftlerin am ZOiS. In ihrem Forschungsprojekt Moral statt Frieden untersucht sie die Dynamiken der russisch-orthodoxen Sozialethik seit dem Ende der Sowjetunion.

Elżbieta Korolczuk ist Soziologin, Kommentatorin sowie Frauen- und Menschenrechtsaktivistin. Sie lehrt an der Södertörn-Universität in Stockholm und am American Studies Center der Universität Warschau. Ihre Forschungsinteressen umfassen Gender, soziale Bewegungen und Zivilgesellschaft. Sie ist Autorin zahlreicher Texte, u.a. zur Frauenbewegung und deren Verhältnis zum Neoliberalismus, zu neuen Formen der Staatsbürger*innenschaft und zur Politisierung von Reproduktion sowie Anti-Gender-Bewegungen in Polen und darüber hinaus.

Patricia Hecht hat für Radio und Print gearbeitet, unter anderem in Mexiko und Kolumbien, bevor sie 2012 zur taz kam. Sie war Chefin vom Dienst im Berlinteil, für die Planung der vorderen Seiten verantwortlich und arbeitet heute als Genderredakteurin im Inlandsressort. Zu ihren thematischen Schwerpunkten gehören reproduktive Rechte und Antifeminismus. Sie war Teil des internationalen Rechercheverbunds Europes Far Right zu Strategien und Netzwerken der europäischen Rechten.

Radoslav Stoyanov ist bulgarischer Menschenrechtsaktivist mit Fokus auf LGBTI-Angelegenheiten. Als Aktivist für Homosexuellenrechte, brachte er zahlreiche Fälle öffentlicher hate speech gegen sexuelle Minderheiten vor die nationale Gleichstellungsbehörde. Stoyanov ist Überwachunsbeauftragter für rechtskonservative und rechtsextreme Aktivitäten in Bulgarien. Er arbeitet als Experte beim Bulgarian Helsinki Committee und erwirbt seinen Masterabschluss in Rechtwissenschaften.

In Kooperation mit

Gefördert durch die

Platform East: Urban Activism in Eastern Europe

Eine Veranstaltung des transkulturellen Festivals POSTWEST

Mit: Alexander Formosov (Dekabristen e.V., Berlin), Zuzanna Hertzberg (Künstlerin und Aktivistin, Warschau), Sasha Kurmaz (Künstler, Kiew), Lela Rekviashvili (Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig)
Moderation: Tsypylma Darieva (ZOiS, Berlin)

Im Zusammenhang mit Osteuropa hört man häufig von schwachen Zivilgesellschaften. Hartnäckig hält sich das Bild der verängstigten, politisch passiven Bürger*innen. Wer jedoch genau hinschaut, bemerkt, dass sich in Osteuropas Städten vielerorts Widerstand gegen neoliberale oder autoritäre Strukturen regt, der in kreativen Protestformen, künstlerische Interventionen und der (Wieder)-Aneignung städtischen Raums seinen Ausdruck findet. Aktivist*innen, Künstler*innen und Sozialwissenschaftler*innen zeigen anhand von Bild- und Videomaterial, wie vielfältig und dynamisch urbaner Aktivismus in Osteuropa gegenwärtig ist, von Graswurzel-Aktionen im russischen Murmansk, über Mobilisierung von Straßenprotesten gegen Hochbauprojekte in Tiflis bis hin zu künstlerischen Interventionen in ukrainischen und polnischen Städten. Sie diskutieren über verschiedene Formen und unterschiedliche Effekte von urbanem Aktivismus in Osteuropa und fragen nach regionalen Besonderheiten und globalen Verbindungen.

Alexander Formosov studierte Geschichte, Europäische Ethnologie und Politikwissenschaft in Moskau und Berlin. Er setzt internationale transdisziplinäre Projekte mit den Schwerpunkten Urbanistik, Kultur, Bildung und Zivilgesellschaft in Osteuropa und Deutschland um. Bei Dekabristen e.V. ist Alexander derzeit als Projektkoordinator beim Bildungsprojekt ACT|UP tätig.

Tsypylma Darieva ist Sozialanthropologin und Wissenschaftlerin am ZOiS. Gemeinsam mit Carola Neugebauer gibt sie den Band „Urban Activism in Eastern Europe and Eurasia. Practices and Strategies“ heraus, der in Kürze bei DOM Publishers erscheint.

Zuzanna Hertzberg ist Malerin, Urheberin von Installationen und performativen Aktionen und künstlerische Aktivistin. Sie arbeitet zu den Themenfeldern Erinnerung und Körper und setzt sich mit Fragestellungen zu Identitäts- und Geopolitik auseinander. Zuzanna, die 2018 an der Akademie der Bildenden Künste Warschau promovierte, ist Mitglied der Antifascist Coalition und Mitbegründerin des Jewish Antifascist Block. Ihre Arbeiten waren bereits in einigen polnischen und internationalen Ausstellungen vertreten.

Sasha Kurmaz verfolgt in seiner künstlerischen Praxis einen post-konzeptionellen und multidisziplinären Ansatz, der auf seinen frühere Aktivität in der Graffiti-Szene zurückgeht. Der Fotograf arbeitet mit Fotografien, urbanen Interventionen und performativen Situationen, um soziale und politische Zusammenhänge mit den Mitteln der Poesie sowie aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive heraus zu analysieren. Seine Arbeiten sind sehr direkt, lassen jedoch auch Spielraum für Interpretationen zu.

Lela Rekhviashvili ist Wissenschaftlerin am Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig. Sie interessiert sich für Fragen der politischen Ökonomie in den post-sozialistischen Transformationsprozessen, urbane Informalität und Mobilität und soziale Bewegungen. In ihren Publikationen erforscht sie Zusammenhänge zwischen Vermarktung, sozialer Verankerung und Informalität. Ihr anstehendes Forschungsprojekt beschäftigt sich mit den gegen-hegemonialen Diskursen und den zivilgesellschaftlichen Praktiken an den Peripherien der ehemaligen Sowjetunion.

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Welche Formen zivilgesellschaftlichen Engagements existieren in Osteuropa? Welche Akteur*innen beteiligen sich an der Umgestaltung des öffentlichen Raumes? Wie hat sich das kollektive Gedächtnis im postsowjetischen Zeitalter verändert? Diese und andere Fragen stellt die neue Reihe Platform East im Kontext des transkulturellen Festivals POSTWEST. Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen aus Mittel- und Osteuropa sowie Osteuropaexpert*innen adressieren gesellschaftsrelevante Themen, die ihren Alltag prägen: Die Freiheit von Künsten und Medien, Erinnerungspolitik und die Konstruktion von Identitäten, Generationsbeziehungen und -konflikte sowie das Aufbegehren gegen politische Systeme. Durch das Zusammenführen verschiedener Professionen entstehen Denkcollagen, die Wissenshorizonte erweitern und als Ausgangspunkt für diverse Zukunftsszenarien und eine gemeinsame Utopie von POSTWEST dienen.

Die Serie Platform East ist eine Kooperation zwischen dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) und der Volksbühne Berlin. Mit Paneldiskussionen, Filmen, Lecture Perfomances und anderen Formaten, funktioniert die Reihe im buchstäblichen Sinne als Plattform: An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst, setzt sie jenseits existierender homogener Osteuropabilder an und bietet Raum für politische, gesellschaftliche und kulturelle Diversität.

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Gefördert durch die

Platform East: (De)constructing Stereotypes. Media Images in the European Press

Eine Veranstaltung des transkulturellen Festivals POSTWEST

Mit: Alice Bota (ZEIT), Dóra Diseri (n-ost), Tamina Kutscher (dekoder), Dariya Orlova (Mohyla School of Journalism)
Moderation: Gesine Dornblüth

Medien prägen unsere Wahrnehmung von politischen Ereignissen, Personen, öffentlichen Debatten, Ländern – und die mit ihnen verbundenen Stereotype – innerhalb der Gesellschaft. Wenn wir an Osteuropa denken, sind unsere Einschätzungen zwangsläufig auch von visuell oder sprachlich konstruierten Medienbildern geprägt. Doch wie akkurat sind diese und in welchem Spannungsfeld entstehen sie?

Im Zentrum der Veranstaltung steht die Repräsentation von Osteuropa in westeuropäischen Medien und vice versa: Welches Bild macht man sich in Deutschland von Osteuropa und wie blickt man dort auf „uns“? In welchem Maße beeinflussen Medienberichte unsere Wahrnehmung von Ost und West und die Konstruktion der damit verbundenen Stereotypen? Welche Rolle spielen politische und wirtschaftliche Faktoren? Welche Verantwortung tragen Auslandskorrespondent*innen hinsichtlich der Verbreitung und Aufrechterhaltung von Stereotypen und vor welchen neuen Herausforderungen stehen sie?

Im Gespräch nähern sich Journalist*innen und Medienexpert*innen anhand dieser Fragen dem Status Quo der Medienlandschaften Europas an. Vor dem Hintergrund einer wahrgenommenen Ost-West-Spaltung identifizieren sie beeinflussende Faktoren und sprechen über mögliche Zukunftsszenarien und die dafür notwendigen Voraussetzungen: Wie sieht eine mediale Berichterstattung aus, die frei ist von der kontinuierlichen Konstruktion und Reproduktion von Stereotypen?

Alice Bota wurde 1979 im polnischen Krapkowice geboren. 1988 emigrierte ihre Familie nach Norddeutschland. Sie studierte Politikwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur in Kiel, Poznan Berlin und Potsdam. 2006 schloss sie die Deutsche Journalistenschule in München ab, seither ist sie Redakteurin der ZEIT. Seit 2013 berichtet sie über die Ukraine, auch über die Maidan-Proteste und den Krieg im Donbas, seit Ende 2015 ist sie Korrespondentin mit Sitz in Moskau.

Dóra Diseri ist eine ungarische Journalistin und Projektmanagerin in Berlin, Koordinatorin des Cross-Border Grant-Programms Reporters in the Field bei dem Journalistennetzwerk n-ost. Sie pendelt seit 2012 zwischen Berlin und Ungarn und berichtet über Deutschland für ungarische bzw. über Ungarn für internationale Medien. Bis Oktober 2018 arbeitete sie als Deutschland-Korrespondentin für den ungarischen Nachrichtensender HírTV. Davor studierte sie in Budapest, Leipzig und Berlin Journalismus, Kulturwissenschaften und Osteuropastudien, und arbeitete in der Nachrichtenabteilung des ÖR Ungarischen Fernsehens als TV-Reporterin und Multimedia Journalistin.

Gesine Dornblüth ist Journalistin und war von 2012 bis 2017 Deutschlandradio-Korrespondentin in Moskau. Die promovierte Slavistin berichtet seit den 90er Jahren vor allem in Hörfunk-Reportagen und Features aus Russland und anderen postsowjetischen Ländern.

Tamina Kutscher ist ausgebildete Journalistin, Slawistin und Historikerin. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von dekoder. Die Online-Plattform schlägt eine Brücke zwischen russischer und deutscher Öffentlichkeit: Sie übersetzt Medienbeiträge in die jeweils andere Sprache, liefert außerdem Kontext und Expertise aus den Universitäten. Für diese Verbindung von Journalismus und Wissenschaft wurde dekoder 2016 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

Dariya Orlova ist Dozentin und stellvertretende Direktorin für Forschung an der Mohyla School of Journalism (Nationale Universität Kiew-Mohyla-Akademie, Ukraine). Sie promovierte in Massenkommunikation an der Autonomen Universität Barcelona. Zu ihren Forschungsgebieten zählen Medientransformationen in Schwellenländern, politische Kommunikation, Journalismuskultur, Medien und nationale Identität. Sie war außerdem als unabhängige Medienexpertin sowie als Forscherin für NGOs und internationale Entwicklungsagenturen tätig. Bevor sie ihre akademische Laufbahn einschlug, arbeitete sie als Journalistin.

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