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Hongkong-Proteste: die Smart City als Feind
07.02.

Diskurs
In deutscher Sprache

Der Schweizer Netzökonom und Investigativreporter Hannes Grassegger zeigt am Beispiel der Demonstrationen in Hongkong, wie wir zum ersten Mal auch einen Kampf der Bürger*innen gegen eine hochvernetzte, digitalisierte Smart City erleben. Die angebliche Stadt der Zukunft wird somit zum Feind ihrer Bewohner*innen. Die persönliche Zukunft vieler prodemokratischer Bewohner*innen Hongkongs hängt davon ab, ob sie die Informationsflüsse über ihr Verhalten Richtung China stoppen können.

Nach dem Inputvortrag wird Moderatorin Sabrina Apitz mit Hannes Grassegger und dem Regisseur Kay Voges über die Verschiebungen des Öffentlichen diskutieren.

Hannes Grassegger (Das MAGAZIN, Guardian, Buzzfeed) ist Journalist und Ökonom. Seine Enthüllungsreportagen über Cambridge Analytica (mit Mikael Krogerus), Facebooks geheimes Zensurteam in Berlin (mit Till Krause und Julia Angwin) und den Meme-Krieg gegen George Soros sorgten weltweit für Aufsehen. 2014 veröffentlichte er sein Buch Das Kapital bin ich – wie wir im Kapitalismus unsere Souveränität sichern können.

Sabrina Apitz ist freiberufliche Projektmanagerin, Kuratorin und Moderatorin, unter anderem für Berliner Gazette, Wikimedia Deutschland, Transmediale, Allianz Kulturstiftung sowie die Nationalagenturen für das Programm Erasmus+. Sie ist Lehrbeauftragte an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und auch als Trainerin und Journalistin tätig. Sie ist Mitbegründerin des Theaterkollektivs Europäische Gemeinschaft für Kulturelle Angelegenheiten (EGfKA). Seit Februar 2019 leitet sie den Kulturförderpunkt Berlin.

In Kooperation mit ARCH+

Beim Kauf eines Tickets für die Repertoirevorstellung Don't be evil. (19.01./06.02.) erhalten Sie an unseren Kassen ein Ticket für diese Diskussionsveranstaltung zum ermäßigten Preis von 6€.


07.02.20, 19:00
> Tickets

Vergangene Veranstaltungen

POSTWEST_Shot

Eine Veranstaltung des internationalen Festivals POSTWEST

Im Januar starten sie: die POSTWEST_Shots mit dem Ensemble! Mit künstlerischen Shots, kurz und knackig, leichtfüßig und experimentell, laden die Schauspieler*innen und Regieassistent*innen ein, bereits vor dem Festival im Mai das Diskursfeld „POSTWEST“ zu erkundigen. Los geht’s immer 40 Minuten vor Beginn einer Repertoirevorstellung im Großen Haus. Treffpunkt Kassenhalle, der Eintritt ist frei. Lasst euch überraschen!

Gefördert durch die


Das neue Leben des Herrn Dracula und das einer Prophetin
mit Sarah Franke und Manolo Bertling

11.01.20, 18:50

„Heute wurde unter meiner Leitung der letzte Caisson unter dem Pfeiler des letzten Jochbogens einzementiert. Die Bauarbeiten an der größten Brücke, die das westliche Mitteleuropa mit dem nördlichen Osteuropa verbindet.“ – Endlich in Berlin angekommen, stellt sich trotz des Brückenerfolges das Tête-à-Tête Draculas mit einer Prophetin als schwere Krise heraus: „Mein Herz! Ich kriege keine Luft! Ich bin doch kein Mensch, ich kenne so etwas doch nicht! Und wo sind meine gierigen, bösen Gedanken zur Vernichtung dieses Menschenpacks?“

Künstlerische Einrichtung: Constanze Schüddekopf, Sabine Zielke, Eleonore Carrière

Herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen von Technik, Ton/Video, Beleuchtung, Maske, Requisite, Abenddienst.

Ivan Krastev: The Light That Failed – A Reckoning

Buchpremiere
Englisch mit deutscher Konsekutivübersetzung von Johannes Hampel

Eine Veranstaltung des internationalen Festivals POSTWEST

Anlässlich der deutschsprachigen Veröffentlichung von Das Licht, das erlosch – Eine Abrechnung spricht Susan Neiman (Direktorin des Einstein Forums, Potsdam) mit dem Autor Ivan Krastev über die Ursachen der aktuellen globalen Krisen.​

Mit dem Mauerfall und dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde das Modell freiheitlicher Demokratie vermeintlich alternativlos. Heute zerbricht die liberale Welt vor unseren Augen. Populismus, Nationalismus und die Abkehr von freiheitlichen Werten begleiten ihren Niedergang. Der Westen hat den Kalten Krieg gewonnen und doch seine politische Strahlkraft verloren. Wie konnte es dazu kommen?

In ihrer politischen Analyse Das Licht, das erlosch argumentieren Ivan Krastev und Stephen Holmes, dass sich das vermeintliche „Ende der Geschichte“ als der Beginn des „Zeitalters der Imitation“ entpuppt hat. Fast drei Jahrzehnte lang lautete der Imperativ für den Osten: „Imitiert den Westen!“ Dabei erwies sich, dass das Leben des Imitators zunehmend von Gefühlen der Unzulänglichkeit, Minderwertigkeit, Abhängigkeit und des Verlusts der eigenen Identität beherrscht wird.

Ivan Krastev,* 1965 in Bulgarien, ist Politikwissenschaftler. Krastev ist Vorsitzender des Centre for Liberal Strategies in Sofia und Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien, wo er den Schwerpunkt Die Zukunft der Demokratie leitet. Er schreibt für die internationale Ausgabe der New York Times. 2017 erschien sein Essay Europadämmerung.

Gefördert durch die

www.kulturstiftung-bund.de

Pressestimmen
"Ivan Krastev ist einer der großen europäischen Denker unserer Zeit." Timothy Snyder

"Krastev zu lesen ist ein Genuss, denn in seiner stilistischen Kunst finden die Liebe zur Literatur, die politische Illusionslosigkeit und die Schönheit des Gedankens zusammen." Elisabeth von Thadden, DIE ZEIT

"Ivan Krastev ist einer der führenden Intellektuellen Europas." Madeleine Albright

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