VOLKSBÜHNE
Berlin

Volksbühne zeigt Michael Schmidts
WAFFENRUHE als nächtliche Projektion
31.01.-11.03.18

Michael Schmidt, WAFFENRUHE, 1987 (Projektion, 2018)

31.01.-11.03.18

Jeden Abend nach Sonnenuntergang bis Mitternacht

Michael Schmidt (1945-2014) gehört zu den stilprägenden Fotografen der deutschen Nachkriegsfotografie, der die Motivwelt seiner Geburtsstadt Berlin tiefgehend beeinflusst hat. Das Mitte der 80er Jahre zusammen mit dem Theaterregisseur und Schriftsteller Einar Schleef (1944-2001) erarbeitete Buch- und Ausstellungsprojekt WAFFENRUHE, das 1987 in der Berlinischen Galerie im Gropiusbau ausgestellt wurde, spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Schmidt zeichnet mit atmosphärisch verdichteten, ausschnitthaften und kontrastreichen Schwarzweißaufnahmen von Stadtlandschaften, Naturdetails und Porträts ein subjektives Bild der noch geteilten Stadt. Er nutzt dabei nicht die Mittel reiner Dokumentation, sondern formuliert in überraschenden Bildzusammenhängen das Lebensgefühl einer Generation.

Konsequent entwickelt Schmidt eine Welt der Brüche und Lücken, die jeden Anspruch auf souveränen Überblick ablegt. Im Zusammenspiel mit dem Text von Einar Schleef entsteht ein schroffer und vollkommen eigener Blick auf die Fragilität menschlicher Existenz.

30 Jahre nach der Premiere wird WAFFENRUHE nun erstmals in Form einer nächtlichen Projektion auf die Fassade der Volksbühne gebracht und somit im öffentlichen Raum sichtbar. Dabei werden die Fotografien von Michael Schmidt wie in der Ausstellung 1987 mit von Einar Schleef ausgewählten Sätzen seines Textes in Verbindung gesetzt.

Die Präsentation wurde im Atelier des Künstlers und unter Mitwirkung von Karin Schmidt entwickelt und von Thomas Weski kuratiert. Die künstlerische Umsetzung wurde von Laura Bielau erarbeitet. Zur Projektion erscheint eine Wiederauflage von WAFFENRUHE bei Koenig Books, London.

Eine Produktion der Volksbühne Berlin in Kooperation mit der Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit Archiv Michael Schmidt.

Gefördert durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

Die Volksbühne lädt in den nächsten Wochen zu einem weiteren Abend über Berlin und seinen Wandel ein: Am 5. Februar zeigt die Volksbühne in Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer, der Robert-Havemann-Gesellschaft, dem Berliner Kolleg Kalter Krieg und der Bundeszentrale für politische Bildung den Abend Achtundzwanzig Jahre mit und ohne Mauer in Filmen, Musik und Diskussionen mit u.a. Jürgen Böttcher, Durs Grünbein, Toni Krahl, Ulrike Poppe, Gabriele Stötzer und Christoph Singelnstein.

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