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Wir gedenken Michael Gwisdek.

(14.01.1942 – 22.09.2020)

Unvergessen bleibt die Szene zwischen Michael Gwisdek und Hermann Beyer in „Leonce und Lena“ von Georg Büchner, in der sich eine unbedarfte Situation als große Unterhosen – „ich schnips mal an deinem Gummi“ - Slapstick-Nummer entlud. Die Arbeit an dieser Szene (1978, Regie Jürgen Gosch) charakterisierte Michael Gwisdek später als Lehre zur Kunst des Nicht-Spielens.

1973 holte Benno Besson Michael Gwisdek an die Volksbühne. In den zehn Jahren seines Engagements spielte er in vielen Rollen, unter anderem 1975 in „Menschenfeind“, 1980 in „Der Bau“ von Heiner Müller, Regie in beiden Stücken Fritz Marquardt, 1977 in „Die tragische Geschichte von Hamlet, Prinz von Dänemark“, Regie Benno Besson und 1982 „Macbeth“ nach Shakespeare, Text und Regie Heiner Müller.

Michael Gwisdek war immer auf der Suche nach dem Komischen und auf dessen Seite. Er nutzte die Sprache und den Körper gleichermaßen. Zielsicher konnte er Pointen setzen, ob auf der Bühne oder im Film. Ein außergewöhnliches Talent hat uns verlassen. Wir sind dankbar, dass er die Theatergeschichte unseres Hauses mitgeschrieben hat.

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