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in your face. Intervention mit dem Ensemble
29.05.20

Unter dem Motto „Abstand halten gegen rechts“ positionierten sich Anwohner*innen und verschiedene Bündnisse am 23. Mai am Rosa-Luxemburg-Platz mit Aktionen gegen die sogenannten „Hygiene-Demonstrationen“. Die Volksbühne beteiligte sich u. a. mit einer Intervention des Schauspielensembles auf der Grundlage eines Textes, den Gerhild Steinbuch und Thomas Köck ursprünglich für die Glänzenden Aktionstage DER VIELEN am 8. und 9. Mai 2020 zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und zum Europatag geschrieben hatten: „In your face, frühsommerlichneonationalistischer Depressionszusammenhang!“ – hier der Text zum Nachlesen:

In your face, frühsommerlichneonationalistischer Depressionszusammenhang!

von thomas köck & gerhild steinbuch

Im Frühling sprießen die Rhododendren und die Schwertlilien aus dem Boden und die Neuroleptika und die MAO-Hemmer aus der Schachtel, denkt sich ein Chor, der sich gewaltig wundert, während er in seinen Rechner schaut.

Andauernd denkt man im Leben über zwei Dinge nach, über die Liebe und den Faschismus.

Ja, na gut, denkt der Chor, irgendwie auch logisch, wenn die Liebe immer alles passend macht, was ihr nicht passt und ansonsten ordentlich drauf losknüppelt, bis sich das nicht mehr wehrt, da ist ja klar dass ich schon wieder.

Jetzt schon wieder, denkt sich der Chor. Schon wieder Liebe und Faschismus. Als gäbs nichts sonst im Leben.

Aber mein Leben ist ja grade nicht besonders viel sonst, denkt sich der Chor, das muss man halt das nehmen was kommt, was da halt von außen kommt, und das sind leider immer – nein, denkt der Chor, nicht schon wieder.

Und der Chor will nicht über diese beiden Dinge gleichzeitig nachdenken, wirklich nicht, aber immer wenn er an den Faschismus denkt, denkt er an die Liebe und umgekehrt und hat dann immer das Gefühl, als hätte er das alles kommen sehen, was jetzt passiert, oder auch nicht, das ist immer schwierig, mit der Zukunft.

Nicht nur das mit der Liebe und dem Faschismus, nein, auch das mit der Zukunft ist im Prinzip richtig beschissen.

Auch das mit der Liebe und der Zukunft ist richtig beschissen, denkt sich der Chor, weil sich ja so ein Vorwärts nur so denken lässt, dass immer mindestens ein Mensch drin verschütt geht, ein Mensch, hört der Chor sich sagen, und jetzt schmunzelt der Chor, weil Zwangsoptimismus und Chor ja eigentlich, hat er gedacht, doch nicht so eine Sache, aber kein Wunder, denkt der Chor, dass ich jetzt hier mit meinem Zwang zum Optimismus, wenn ich andauernd handeln muss, weil sonst keiner was macht.

Andauernd denkt sich der Chor, er handelt im Sinne der Zukunft und am Ende steht er, der Chor, dann doch wieder da zwischen den Leichenbergen, denkt über die Liebe und den Faschismus nach und stellt fest, dass er doch wieder gar nichts gelernt hat.

Nein, das war gelogen. Wenn man eine Geschichte hat, hat nun auch der Chor gelernt, ist das schon was Schönes.

Aus der Geschichte hat überhaupt noch niemand irgendwas gelernt. Nicht über Liebe, nicht über Faschismus. Chöre erinnern sich zwar an die letzte Woche, aber mit der letzten Legislaturperiode wird es schon eher schwierig, ganz zu schweigen vom übervorletzten Jahrzehnt, das ist für so einen Chor meist weit weg, ganz zu schweigen von den Zusammenhängen eines halben Jahrhunderts, und selbst wenn, denkt sich der Chor, selbst wenn so ein Chor zumindest einmal die Zusammenhänge des letzten Vierteljahrhunderts begreifen könnte, was noch realistisch wäre, würde das noch lange nicht bedeuten, dass er, als Chor, verstehen würde, was das für übermorgen oder die nächste Woche oder das nächste Jahr bedeutet.

Oder was das für heute bedeutet. Was das bedeutet, dass er, als Chor, noch mit den Zusammenhängen der letzten Legislaturperiode beschäftigt ist, dass er überhaupt mit Legislaturperioden beschäftigt ist, anstatt eimal ordentlich ins letzte Vierteljahrhundert hineinzuschauen.

Also was das letzte Stück Vierteljahrhundert Geschichte für das gerade aktuelle Stück Gegenwart des Chors bedeutet, das kann der Chor einfach nicht verstehen: das Ganze! Denkt er sich, schaut vom Rechner weg auf den Boden und sammelt die Neuroleptika ein, die aus der Schachtel gefallen sind.

Immer sieht der Chor nur Stücke, Trümmer, Vierteljahrhunderte maximal, aber als Chor muss man doch einen Überblick über die gesamte Geschichte haben, denkt er sich, sonst endet am Ende alles gleich, mit Trümmern, Leichenbergen und er, der Chor, sitzt wieder da, zwischen den Bergen und den Körpern und denkt über die Liebe und den Faschismus nach.

Ach, denkt der Chor, wenn man eine Liebe hätte, ja das wäre schon was Schönes.

Aber die Liebe hält ja nie, was sie verspricht, und die Geschichte nicht, was die Geschichten versprechen, unter denen ständig wer verschütt geht.

Also sitzt der Chor eben da, auf den Bergen von Körpern und denkt über die Liebe und den Faschismus nach.

Da kann er noch so sehr versuchen, wie er das eh immer tut, die Geschichtsbücher zu wälzen, die alten Whatsapp Nachrichten rauf und runter zu scrollen, die Emails nochmal zu lesen, die er an andere Chöre geschrieben hat, voll mit Gedichten, die Geschichte, die Liebe, den Faschismus und die Zukunft versteht der Chor einfach nicht.

Vielleicht sind das die wichtigsten Dinge im Leben, aber vielleicht ist der Chor nicht für die wichtigsten Dinge im Leben gemacht. Vor allem nicht für den Faschismus, denkt sich der Chor. Für den Faschismus ist man als Chor gemacht oder nicht. Und eigentlich versteht er nicht, wie man für den Faschismus gemacht sein kann. Da fängt es ja schon an.

Wieso kann der Faschismus überhaupt in die Körper und die Köpfe hineinkriechen, fragt sich der Chor.

Wieso sind Menschen für den Faschismus gemacht? Das sind doch nicht alles nur Protestwähler. Denen ist doch klar, was sie da wählen - aber sie tun es trotzdem, denkt sich der Chor. Wir wissen ganz genau, was passiert, aber wir tun es trotzdem. Das war doch einmal die Chiffre für die spätmoderne Ironie.

Aber noch bevor er den Faschismus und die Ironie fertig zusammengedacht hat, um endlich zu verstehen, woher der scheißspätmoderne Faschismus denn jetzt eigentlich kommt, denkt der Chor über die Liebe nach. Er liebt immer, wie das als Chor so üblich ist, in alle Richtungen, weibliche Chöre, männliche Chöre, Chöre ohne definierbares Geschlecht, gemischte Chöre, ältere und jüngere Chöre, Chöre aus anderen Kulturen, griechische Chöre zum Beispiel, Chöre, die nicht den tradierten, chorischen Schönheitsidealen entsprechen, oder auch aus der Zeit gefallenen, antiken Chören, bunte Chöre, ArbeiterInnenchöre, Flüchtlingschöre, Mittelinkswählerchöre, Mitterechtswählerchöre, wenn sie zumindest mit sich reden lassen, demokratieverdrossene Chöre, revolutionäre Chöre, singende Chöre, flüsternde Chöre, schweigende Chöre, Sportchöre, auch Nicht-Chöre findet der Chor auf ihre Art sexy, aber das hat ihm schon oft Ärger eingebracht, dass er all diese vielen, vielen Chöre liebt, und auch das ist natürlich eigentlich, denkt er sich, der Chor, ein Problem der Geschichte, sprich, würde er, der Chor, sich einmal konzentriert mit der Geschichte seiner Liebe zu all den anderen Chören auseinandersetzen, würde er darin vielleicht ein Muster, ein sogenanntes pattern erkennen, also irgendeinen Sinn in der Geschichte seiner Liebe erkennen aus dem heraus der Unsinn seiner Gefühle resultiert.

Aber der Sinn dieser Geschichte seiner Liebe schaut ziemlich duster zurück, wenn er da mal reinschaut also liebt er lieber weiter vor sich hin.

Und vielleicht würde ich darin, denkt der Chor jetzt, in diesem ganzen Vorwärts, das immer weitergeht, vielleicht würde ich, würde ich mich mit der Geschichte dieses Vorwärts auseinandersetzen, darin vielleicht irgendein Muster, ein sogenanntes Pattern erkennen, also irgendeinen Sinn, aus dem der ganze Unsinn dieses Vorwärts resultiert.

So wie im plötzlich zurückgekehrten spätmodernen Faschismus doch auch ein Muster zu erkennen sein muss, ein sinnvolles, das den Unsinn erklärt, der hier schon wieder stattfindet. Oder in der Geschichte ein Muster sich eingeschlichen haben muss, das dem Chor erklären kann, wieso diese Frischbeflaggten einfach ohne Ende marschieren wollen, als wäre der Nationalismus das Virus, das einfach nicht verschwinden kann.

Weil so ist das nämlich mit Ideen, denkt sich der Chor, einmal in die Welt gepflanzt, verschwinden die nicht mehr. Wie die Frischbeflaggten, die einfach nicht verschwinden wollen, da können Epidemologinnen und Historikerinnen noch so viele Kurven hochhalten, die breiten sich einfach exponentiell aus, kaum dass man die Öffentlichkeit exponiert, vervielfältigen sich die Frischbeflaggten ungebremst und da hilft einem am Ende wirklich kein B.A., kein M.A., kein PhD in Humanity, denkt sich der Chor im Frühling Zweitausendzwanzig.

Da hilft kein PhD in Humility, denkt der Chor, die breiten sich einfach exponentiell aus.

Die breiten sich experimentell aus, vervielfältigen sich ungebremst, weil das nämlich so ist mit den sogenannten Ideen, dass die manchmal, logisch, anders klingen, (so wahnsinnig anders auch nicht, denkt sich der Chor), oder sich anders begründen (so wahnsinnig logisch dann wieder auch nicht, denkt sich der Chor), und wieder sagt einer, dass bestimmte Sachverhalte bestimmte Maßnahmen (und so weiter) und zum Schutze der Gesellschaft (ja eh) und zum Schutze aller Standplätze, gut, zumindest zum Schutze aller ohnehin gesicherten Standplätze, für die, denen ohnehin jeder zuhört, weil sie ein ziemlich lautes Organ haben, tja, denkt der Chor, der auch ein ziemlich lautes Organ hat, da hilft kein M.A., kein PhD in Humidity, ich heul ja trotzdem hier andauernd los vor Wut, so denkt sich der Chor im Frühling 2020.

Andauernd denkt man über die Liebe und den Faschismus nach, sieht dem Steigen von exponentiellen Kurven zu und dann stirbt man.

Dann zündet sich der Chor eine Schachtel Zigaretten an, während die ersten Kirschblütenblätter fallen und der Martin von den Identitären, der mit dem Undercut, der immer so schwiegermuttergeil schaut und immer mit einer gelben Fahne herumwedelt, der weiß in Zeiten wie diesen nur noch wenig zu sagen, wenn die wahren Viren drohen, geht dem Martin schnell die Luft aus.

Und auch der andere, der Alex, der ältere, der aus der Hochrisikogruppe, der früher immer laut in Mikros reingerufen hat, dass er gerne jagen geht, der will nicht mehr allein zuhause sitzen, mit einer Maske im Gesicht, wo sonst der Geifer und der Nasenzwicker sitzen und der fühlt sich plötzlich nutzlos im Angesicht eines echten Virus und er ist sich sicher, mittlerweile, der Alex aus der Hochrisikogruppe, der da aus dem Fenster hinaus in die Welt hineinschaut, in die er sich nicht mehr hineintraut, und der Chor denkt sich, die Geschichte schon wieder – diesmal die falsch herum erzählte, diesmal die schlecht erzählte, die ständig richtungslos vor sich hin eiernde, die nicht zur Ruhe kommende, die schon wieder hier und jetzt vorübereiert.

Und der Chor denkt sich es muss doch ein pattern in der Geschichte aufzufinden sein, so wie in Krebszellen oder in Virenstämmen, so muss doch auch in der Geschichte sich eine Wucherung abzeichnen, die sich analysieren lässt, die ein für allemal erklärt, woher der Faschismus kommt, populationsbezogen muss man das doch überprüfen, nicht nur, wenn Symptome auftauchen, aber das will wieder keiner, weil dann kämen sie drauf, dass populationsbezogen diese virale faschistische Wucherung aus dem Markt heraus uns droht, aus dem Wettbewerb, aus den zerstörten Gemeinschaften, aus den entsolidarisierten Vierteln, aus den ruinierten Freundschaften, aus der Entsolidarisierung, aus einem jahrhundertelang gewachsenen Rassismus, den man einfach nicht mit Kosmetika wegbringt, sondern nur durch eine Systemänderung, das also wäre die Maßnahme, die internationale Epidemologinnen gegen die virale faschistische Wucherung vorschlagen, aber das hört wieder keiner, weil das ein verflixtes Kreuz ist mit der Geschichte, die nun einmal nicht auf internationale Epidemologinnen hört , sondern momentan sich nur nach den Wachstumskurven orientiert, die bald bitte wieder steigen mögen.

Meine Güte, die Geschichte andauernd. Ich mag sie ja. Aber es ist auch ein Krux mit ihr. Die Geschichte ist eine einzige große Spur aus Liebe und Faschismus, denkt sich der Chor und zündet sich wieder eine Schachtel Zigaretten an, weil wer raucht, kaltblütig aussieht und der kaltblütige Chor steht jetzt im Frühling unter den Blüten und denkt sich ununterbrochen schiebt die Geschichte ihr utopisches Kapital vor sich her und erschlägt dabei immer alles vor sich, walzt alles nieder mit ihrem utopischen Kapital und hinter sich einher zieht sie utopisch leuchtend Reste, Trümmer, Schuldberge, Schulden sowieso, wohin das Auge reicht. Die werden weitergereicht, von Körper zu Körper, von Zeit zu Zeit. Überhaupt die Zeit, denkt sich der Chor, wenn ich jetzt auch noch anfange über die Zeit nachzudenken, dann reichen mir die Neuroleptika nicht mehr für diesen Frühling.

Und der Chor sieht da unten am Ende vom Kanal, wie der kleine Martin mit dem historisch bewussten Undercut und dem schwiegermuttergeilen Grinsen es natürlich trotzdem versucht natürlich trotzdem, vom Homeoffice aus, der Geschichte seinen Spin zu geben, darin ist er ja geübt. Er macht neue Videos und wird zum Hobbyepidemiker und weiß jetzt ganz genau Bescheid, dass alle lügen, dass, vor allen Dingen die Geschichte lügt, die uns erzählt und jetzt alle mal herhören, sagt er sich der Martin, sagt er sich in die Kamera im Homeoffice hinein, die wahren Viren sitzen doch im Parlament, sagt er sich, dort breiten die sich ungehemmt weiter aus und der Martin schreit in die Kamera hinein seinen lustigen Patriotenkameraden mit den Flaggen, die jetzt alle im Homeoffice Flaggenmasken nähen, denen schreit er zu, er will jetzt für die Vergessenen und für die Geschichte will er sprechen und daheim halten ein paar ihre Hamsterflaggen auf Toilettenrollen in die Höhe und sie glauben nicht, dass der Tag einmal stattgefunden hat, dass sie einfach den Krieg verloren haben, diese bemitleidenswerten Verlierer, diese Fascholoser, die eher zufällig spazierenmarschieren wollen aber sich nicht trauen, weil sie sich nicht zu nahe kommen wollen, und stattdessen daheim im Homeoffice festsitzen, diese selbsternannten Retter des Abendlands, die von ein paar Tröpfchen und Aerosolen schnell auf Schneckengröße schrumpfen, diese seltsamen Kriegsverlierer, jeden Mai das Gleiche, denkt sich der Chor, jeden Mai verlieren sie wieder und man muss es ihnen einfach jeden Mai wieder mitteilen, erneut und erneut und erneut, ihr habt den Krieg verloren, ihr habt den Krieg verloren, ihr habt den Krieg verloren und so wie die Influenzawellen wiederkehren, so kehren auch die Naziwellen wieder, aus ihren Homeoffices, jedes Jahr die gleiche Farce, mit den gleichen Satiregesichtern, denkt sich der Chor, der Antikörper hier gegen diese seltsamen Viren aus der Geschichte, die halt jetzt auch Teil von dieser Geschichte sind, denen man einfach jedes Jahr im Mai kurz Nachhilfe per Homeschooling erteilen muss und ihnen mitteilen: Ihr habt den Krieg verloren. Du auch, Martin. Und du auch, Alex. Du hast hart verloren, Björny, und du hast wirklich hart auf die Fresse bekommen, Lutzi, und der Norbsi die Alice die haben richtig derbe verloren und auch der Jörgi und all die anderen, die im Geschichtsunterricht gern Schnappatmung und Panikattacken bekommen am achten Mai, man muss es ihnen einfach sanft und mit Nachdruck ins Gesicht singen: ihr habt den Krieg verloren.

Aber der Chor ist ja ein Antikörper und klappt den Laptop zu, weil er keine Lust mehr hat auf die Hobbyvirologen vom rechten Rand und atmet durch, weil die Luft wieder sauberer schmeckt seit ein paar Tagen und zündet sich noch eine Stange Zigaretten in diesem seltsam stillen Frühling an und hofft, dass das eine Dauer hat, dass die Kriegsverlierer jetzt weniger Screentime kriegen in Zukunft, dass man ihnen weniger Kanäle bietet, dass man nicht jeden faschistischen Husten alljährlich auf die Titelseiten hebt, sondern einen ideologischen Shutdown betreibt, damit der Martin und der Alex aus der Hochrisikogruppe nicht so exponiert sind und ihr faschistisches Keuchen für sich behalten, in ihren eigenen Ellbogen hineinhusten, vom Homeoffice aus, beim Flaggenmaskennähen, die kleinen Kriegsverlierer.

Medien

Foto: David Baltzer

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