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Das Theater der Kinos
von Alexander Kluge (11.02.-01.03.2020)
11.02.20

Öffnungszeiten:

Mittwoch, 26.02., ab 19:00
Samstag, 29.02., ab 19:00
Sonntag, 01.03., ab 17:00

Eintritt frei

11.02.-01.03.2020

Mit Beiträgen von: Chantal Akerman, Lynn Hershman Leeson, Thomas Heise, Tilda Swinton, Jean-Luc Godard, Wang Bing, Ildikó Enyedi, Chen Kaige, Atom Egoyan, Spike Lee, Wong Kar-Wai, Ang Lee, Tom Tykwer, Alexandra Kluge, Madji-da Abdim, Raoul Peck, Christoph Schlingensief, Lilith Stangenberg, Michael Haneke, Li Yang, Donald Sutherland, Vanessa Redgrave, Zhang Yimou, Claude Lanzmann, Richard Linklater, Dan Talbot, Theo Angelopoulos, Bai Ling, Bruno Ganz, Peter Berling, Helge Schneider, Armin Müller-Stahl, Hannelore Hoger, Kaori Momoi, Yu Nan, Shu Qi, Tony Gerber und Jesse Moss, Werner Nekes, Sarah Morris

Sowie einem besonderen Projekt von Jonathan Meese

Die Ausstellung wird vom Atelier Impopulaire kuratiert.

In eine der Musik entlehnten Struktur von Sätzen und Akten unterteilt, zielt die Multimedia-Ausstellung Das Theater der Kinos darauf ab, die dialektische und komplexe Beziehung zwischen Alexander Kluge und der 7. Kunst auf zwei Etagen der Volksbühne zu erforschen. Während das griechische theatron einen Raum bezeichnet, der die Möglichkeit zum Sehen, Hören und Beobachten bietet, verkörpert kinema die Idee von Bewegung, die zugleich Veränderung bewirken kann. Von der frühen Zusammenarbeit mit Christoph Schlingensief bis zu der fortlaufenden monumentalen Webserie Im Auge der Libelle, symbolisiert die Volksbühne für Alexander Kluge ein wandelbares “kinematisches theatron”. Dieses fordert die zentralen Prinzipien seines Werkes - Gleichzeitigkeit, Polyphonie und Montage – heraus und hat seine künstlerische Politik der Zeitlichkeit sowie die Veränderungen in der Wahrnehmung beider Kunstformen nachhaltig geprägt. Das Theater der Kinos bietet dem Publikum die einzigartige Möglichkeit, die gemeinschaftlichen Orte des Theaters, wie die Warteräume, Salons, Garderoben und Foyers, zu erkunden und dabei einer persönlichen und überraschenden Geschichte des Kinos nachzuspüren, die wie eine machine à penser funktioniert.

1932 in Halberstadt geboren ist Alexander Kluge heute eine der führenden intellektuellen Stimmen Deutschlands. Sein gewaltiges Werk umfasst Film, Literatur, Sozialtheorie, Fernsehen und politische Arbeit in verschiedenen kulturellen Bereichen. Es kann als eine Fortführung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule betrachtet werden und stellt eine einzigartige Unternehmung in der Kulturgeschichte Nachkriegsdeutschlands dar. Die Motive, Themen und formalen Strategien von Kluges cinéma impur werfen Fragen auf über Mitbestimmung und Gleichberechtigung, Geschichte und Erinnerung, die Beziehung zwischen Theorie und Praxis, wie auch zur fort dauernden Vitalität der Moderne.

Die Veranstaltungen in Kooperation mit der Volksbühne Berlin, dem Gorki Theater, der Akademie der Künste, der Philharmonie und der Deutschen Filmakademie werden in Form von Konzerten, Filmpräsentationen, Podiumsdiskussionen und Ausstellungen in der ersten Februarhälfte stattfinden und als Countdown zur 70. Berlinale dienen, die am 20.02.2020 feierlich eröffnet wird.

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