VOLKSBÜHNE
Berlin

Mette Ingvartsen

Die dänische Performerin und Choreografin Mette Ingvartsen, geboren 1980, zählt zu den wegweisenden Künstlerinnen ihrer Generation. Ihre ersten Arbeiten Manual Focus (2003) und 50/50 (2004) realisiert sie noch während ihres Studiums an der von Anne Teresa de Keersmaeker gegründeten Schule P.A.R.T.S. in Brüssel. Mit der Performance to come (2005), eine Reflexion über die Sexualisierung unserer Alltagswelt, wird erstmals eine breitere Öffentlichkeit auf sie aufmerksam. In den nächsten Jahren folgen Why We Love Action (2006), It’s in the Air (2008), das YouTube Projekt Where is my Privacy (2008) und GIANT CITY (2009).

Fragen zum Wechselspiel von Wahrnehmung, Wirkung und Empfindung werden bestimmend für ihr choreographisches Denken und Handeln, das früh in andere Disziplinen zu expandieren beginnt. In der Life-Performance evaporated landscapes (2009) entwickeln Theatereffekte wie Schaum, Nebel, Licht und Sound eine Eigendynamik, die an Schwarmphänomene erinnert. Mit diesem „Tanz ohne Tänzer“ gelingt ihr eine signifikante Setzung, die in einer Serie mündet, die sich mit den choreografischen und ästhetischen Effekten von Objekten und Maschinen beschäftigt. The Extra Sensorial Garden (2010) und Light Forest (2010) laden den Zuschauer ein, Environments zu betreten, in dem Licht, Temperatur, Farbe und Sound eine sinnliche Sphäre erzeugen, in der die Grenze zwischen natürlichen und künstlichen Elementen zu verschwimmen beginnt. Mit der Bühnenstudie The Artificial Nature Project (2012) präsentiert Mette Ingvartsen eine moderne Paraphrase auf Kleist’s Gedanken über das Marionettentheater. Sie organisiert Performer, Maschinen, diverse Materialien und Objekte zu einer Choreografie, in der nicht mehr auszumachen ist, wer die Bewegungsimpulse setzt: der menschliche Wille oder die Dinge, die ihn umgeben.

Red Pieces ist der Titel eines neuen Werkzyklus, der den menschlichen Körper und seine medialen Inszenierungen ins Zentrum rückt. Den Auftakt bildet das Solostück 69 positions (2014), ein begehbares Performance-Archiv, das sich mit den Ausdrucksformen sexueller Utopien der feministischen Avantgarde auseinandersetzt. Es folgt die Gruppenchoreographie 7 Pleasure (2015). Die Soloperformance 21 pornographies (2017), die Choreographie to come (extended) (2017) und die Konferenz The Permeable Stage (2017) legen den Fokus auf die Verbindung von Sexualität, Macht und Körperpolitik.

Seit 2013 ist Mette Ingvartsen Artist in Residence am KAAITHEATER in Brüssel. Als Performerin ist sie in Projekten von Jan Ritsema, Bojana Cvejic, Xavier Le Roy und Boris Charmatz zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Brüssel und ist Mitglied des Programmbeirats der Volksbühne.

Foto:Fernanda Tafner

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