VOLKSBÜHNE
Berlin

Diébédo Francis Kéré

Der afrikanisch-deutsche Architekt und Entwicklungsaktivist Diébédo Francis Kéré hat mit seinen Bauten, Ausstellungen, architektonischen und sozialen Interventionen ein Werk geschaffen, das ihn zu den wichtigsten Impulsgebern für eine ethische Wende in der Architektur machte. Er prägt einen Architekturansatz, der die sozialen Aspekte des Bauens in einer globalen Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Siedlungs- und Stadtentwicklung, Strategien zur Entwicklung und Umsetzung klimagerechter Bauten, nachhaltiger Werkstoffeinsatz, Einbindung lokaler Arbeitskräfte und Integration lokaler Bautechniken in der Konzeption. In Deutschland wurde er einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als ihn der Theatermacher Christoph Schlingensief für sein Operndorf-Projekt in Burkina Faso gewann, wo Kéré zuerst eine Schule und ein Krankenhaus errichten ließ. Im Frühjahr 2016 überzeugte Kéré Architecture die Stadt Münster mit einem Entwurf zur Umnutzung der Oxford Kaserne unter Berücksichtigung von Baufeldern, die für die Unterbringung von Flüchtlingen reserviert bleiben. 2017 gestaltet Francis Kéré den Serpentine Gallery Pavilion, für den er das soziale Miteinander in den Mittelpunkt stellen wird.

Geboren 1965 in Gando, Burkina Faso, kam Francis Kéré 1985 über ein Stipendium der Carl Duisberg Gesellschaft zunächst als ausgebildeter Schreiner und Entwicklungshelfer nach Deutschland. Von 1995 bis 2004 studierte er Architektur an der Technischen Universität in Berlin. Noch vor Abschluss seines Studiums baute er als Diplomprojekt die erste Grundschule in Gando, für das er mit dem renommierten Aga-Khan-Preis für Architektur ausgezeichnet wurde.

Weitere Preise folgen, darunter der Global Award für Sustainable Architecture (2009), der hochrangige Swiss Architectural Award (2010), der Marcus Prize for Architecture der University of Winsconsin Milwaukee (2011), der Holcim Global Award in Gold (2012) und der Erich-Schelling-Architekturpreis (2014), diverse Lehraufträge, darunter an der Graduate School of Design, Harvard University und eine Entwurfsprofessor an der Università della Svizzera Italiana in Mendrisio.

Seine Bauprojekte und seine Vorstellung von einer engagierten Architektur sind in zahlreichen Ausstellungen, Magazinen und Katalogen dokumentiert, unter anderen in: Small Scale, Big Change. New Architectures of Social Engagement[ (Museum of Modern Art, New York 2011), Afritechture (Architekturmuseum München 2013). Unter dem Titel Radically Simple (2016) präsentiert das Architekturmuseum München seine erste Werkschau. Francis Kéré lebt in Berlin und arbeitet weltweit. Sein Büro Kéré Architecture liegt in Berlin Kreuzberg, wenige Gehminuten von Tempelhof entfernt.

13.12
14.12
15.12
16.12
17.12
18.12
19.12
20.12
21.12
22.12
23.12
24.12
25.12
26.12
27.12
28.12
29.12
30.12
31.12
01.01
02.01
03.01
04.01
05.01
06.01
07.01
08.01
09.01
10.01
11.01
12.01
13.01
14.01
15.01
16.01
17.01
18.01
19.01
20.01
21.01
22.01
23.01
24.01
25.01
26.01
27.01
28.01
29.01
30.01
31.01
01.02
02.02
03.02
04.02
05.02
06.02
07.02
08.02
09.02
10.02
11.02
12.02
13.02
14.02
15.02
16.02
17.02
18.02
19.02
20.02
21.02
22.02
23.02
24.02
25.02
26.02
27.02
28.02
01.03
02.03
03.03
04.03
05.03
06.03
07.03
08.03
09.03
10.03
11.03
12.03
13.03
14.03
15.03
16.03
17.03
18.03
19.03
20.03
21.03
22.03
23.03
24.03
25.03
26.03
27.03
28.03
29.03
30.03
31.03
01.04
02.04
03.04
04.04
05.04
06.04
07.04
08.04
09.04
10.04
11.04
12.04
13.04
14.04
15.04
16.04
17.04
18.04
19.04
20.04
21.04
22.04
23.04
24.04
25.04
26.04
27.04
28.04
29.04
30.04
ʌ
v
Diese Website setzt Cookies ein. Mehr darüber erfahren Sie in unseren Hinweisen zum Datenschutz. > Mehrx