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Berlin

Alexandra Bachzetsis

Alexandra Bachzetsis,1974 in Zürich geboren, ist Künstlerin, Performerin und Choreografin. Für sie entspringt der zeitgenössische Tanz aus den modernen Kommunikationsformen, aus Massenmedien, Popmusik und Internet. Tanz vereint für Bachzetsis unterschiedliche Disziplinen und Repräsentationssysteme wie Malerei, Architektur, Literatur, Werbung, Kino, Mode, Pornographie.

Dieser fundamental interdisziplinäre Ansatz spiegelt sich bereits in ihrer Ausbildung wieder. Die Künstlerin studiert am Zürcher Kunstgymnasium, der Dimitrischule in Verscio, dem Performance Education Program am Kunstzentrum STUK im belgischen Leuven. Es folgte ein Masterstudium am DasArts (De Amsterdamse School/Advanced Research in Theatre and Dance Studies), Amsterdam. Bereits während ihrer Ausbildung beginnt sie als Tänzerin in der zeitgenössischen Tanz- und Performanceszene und arbeitet unter anderem mit Sasha Waltz & Guests (Berlin) und Christine De Smedt und Koen Augustijnen vom Les Ballets C de la B (Gent) zusammen. Seit 2001 arbeitet sie selbstständig und produziert und präsentiert ihre Arbeiten in Theatern und im Kunstbereich.

Viele von Bachzetsis’ Arbeiten beschäftigen sich mit Choreografien des Körpers und insbesondere damit, wie die Populärkultur bei der stetigen Neuerschaffung unserer Körper und Identifikationsformen das Ausgangsmaterial für Ausdruck und Identifikation bereitstellt. Die Frage, wie wir alle unsere Körper und uns selbst aufführen und inszenieren – durch Stereotype und Archetypen, durch Entscheidung und Klischee, durch Arbeit und Spektakel – bleibt grundlegend für Bachzetsis’ Werk. Für die Künstlerin sind Fred Astaire, Bob Dylan, Michelangelo Antonioni, Alejandro Jodorowsky und Michael Jackson ebenso bedeutend wie Trisha Brown – oder Lina Bo Bardi. Die Künstlerin, als Tochter einer Schweizer Mutter und eines griechischen Vaters geboren, erklärt nicht Herkunft und Identität, sondern Entwurzelung zu einem politischen und ästhetischen Schauplatz: „Weder Orte noch Sprachen vermittelten mir ein Gefühl der Zugehörigkeit. Also wollte ich mir ein solches erschaffen, einen Raum, in dem ich existieren konnte.“

Am Beginn von Bachzetsis‘ choreographischer Arbeit im Jahr 2001 steht Perfect, Kollaborationen mit zahlreichen Künstler*innen an mehr als 25 Stücken folgen, darunter Gold (2004), Show Dance (2004), Undressed (2005), Dream Season (2008), Étude (2012) und From A to B via C (2014). PRIVATE: Wear a mask when you talkt o me (2016) markiert als Soloprojekt, Bachzetsis’ aktuellere Arbeitsweise.

Bachzetsis erhält für ihre Arbeit zahlreiche Preise und Auszeichnungen: 2007 den Migros Kulturprozent Jubilee Award, 2009 eine Förderung für ihre Arbeit als Choreografin von der Stadt Zürich, 2010 eine Auszeichnung der Kunstdirektion des Kantons Basel-Land für ihre Performance Bluff, 2011 und 2016 den Swiss Art Award und 2012 des Schweizer Performancepreises. Zudem nimmt Bachzetsis an verschiedenen Ausstellungen teil: 2008 hat sie eine große, von Adam Szymczyk kuratierte Einzelausstellung, Show, in der Kunsthalle Basel und nimmt an der 5. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst teil. Im Rahmen des übergreifenden Projekts Performative Structures (unter Leitung von Sabine Rusterholz) zeigt sie 2010 ihre Einzelausstellung Play im Kunsthaus Glarus. Im selben Jahr ist sie außerdem an der Gruppenausstellung Performative Structures. New Existentialism, Part 1 vertreten, kuratiert von Alexandra Blättler im Museum Alte Fabrik im schweizerischen Rapperswil. Ihre Werke werden zudem 2013 und 2015 im Stedelijk Museum in Amsterdam, 2014 in der Tate Modern in London und 2014 im Jumex Museum in Mexico City gezeigt. 2016 nimmt sie an den Öffentlichen Programmen The Parliament of Bodies und Continuum der documenta 14 teil. Im Januar 2017 präsentiert sie Massacre: Variations on a Theme im MoMA in New York. 2017 ist sie sowohl in Athen als auch in Kassel Teil der documenta 14 mit ihrem neusten Stück Private Song und in Kassel zudem mit einer Videoinstallation mit dem Titel Studies for Massacre - Seven Stages.

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