VOLKSBÜHNE
Berlin

Anne Tismer

Als Schauspielerin, Performancekünstlerin und Mitbegründerin der freien Experimentierbühne Ballhaus Ost, Berlin gehört Anne Tismer zu den bedeutendsten Bühnenkünstlerinnen ihrer Generation. Mit einer performativen Stimm- und Sprechhaltung und einem physischen Darstellungsstil beginnt sie früh, ihren Körper als Medium einzusetzen und die Grenzlinie zwischen Schauspiel und Performance zu befragen. Zentral werden die Auseinandersetzung mit anderen Künstlern, Kollektiven und Disziplinen, die Entwicklung von Kunstobjekten und Kunstaktionen sowie die Rolle des Theaters als Motor und Impulsgeber in sozialen Fragestellungen. Anne Tismer lebt in Lomé, Togo und Berlin.

Geboren 1963 in Versailles wächst sie in Frankreich, Holland und Spanien auf. Nach ihrem Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien debütiert sie in der Drachengasse Wien in Kindsmord von Peter Turrini, Regie Ernie Mangold. 1989 beginnt sie an den Theatern Freiburg, Stuttgart, Frankfurt und Bochum eine langjährige Zusammenarbeit mit Jürgen Kruse. Parallel arbeitet sie u.a. mit Frank Castorf, Dimiter Gottscheff ab 1997 u.a. mit Matthias Hartmann, Peter Stein, Luc Bondy, Tom Kühnel, Elias Perrig und Calixto Bieito. 1999 wird Anne Tismer mit zwei Interpretationen zum Berliner Theatertreffen eingeladen, 2001 wird sie Ensemblemitglied an der Schaubühne am Lehniner Platz. 2003 wird sie für die Gestaltung der Titelrolle von Ibsens Nora in der Regie von Thomas Ostermeier zur Schauspielerin des Jahres gewählt und mit dem Deutschen Kritikerpreis sowie dem 3-Sat Innovationspreis ausgezeichnet.

Ab 2004 arbeitet sie mit der Gruppe Dorky Park von Constanza Macras, mit dem bildenden Künstler John Bock, der Gruppe Das Helmi, dem Theater Thikwa und der Performancegruppe Ginterdorfer/ Klaßen. 2006 gehört sie zu den Mitbegründern des BALLHAUS OST, wo zahlreiche Performances entstehen. Es folgen Einladungen in die USA, nach Belgien, Korea und Taiwan. Ab 2006 arbeitet sie, unter anderem mit Lars Norén, auch in Belgien, wo sie 2009 als erste ausländische Künstlerin den Prix Spécial de la Critique Théâtre et Danse erhält.

2008 wird sie vom Goethe Institut Lomé nach Togo eingeladen. Hier lernt sie den Autor und Regisseur Joël Ajavon, und den Performer David Ganda kennen, mit denen sie zahlreiche Kunstaktionen entwickelt. 2016 wird sie in Lomé in die Hip Hop Gruppe NEW STAR DANCE COMPANY des Choreografen Meier Eden Akakpo aufgenommen, die 2017 Togo bei den Jeux de la Francophonie in der Elfenbeinküste vertritt.

Weitere Filme, Aktionen, Ausstellungen: Gutes Tun 1.3 (2005, Performance); Bei mir (2007, Performance), Bongani (2008, Performance); Körperzentralhaltestelle (2010, Ausstellung Neuer Aachener Kunstverein); Schweinskopfsülze (2010 Volksbühne Foyer) Woyzickine (2010, TheaterDiscounter, Berlin); Quantensprünge von flumpis (2012, Happening, Galerie Gartenstudio Berlin), Non Tutta (2012, Sophiensaele Berlin, Festival Avignon); Hsieh Hsueh Hung Drifting Journey (2013 Artist in Residence in Taipei); Big Bang Wagner (Taipei Arts Festival).

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