VOLKSBÜHNE
Berlin

Walter Asmus

Der Regisseur Walter Asmus, geboren 1941 in Lübeck, begegnet Samuel Beckett 1974 am Schiller-Theater im damaligen Westberlin, wo er dem Autor und Regisseur bei seiner berühmten Warten auf Godot-Inszenierung assistiert. Diese Begegnung ist der Beginn einer philosophisch und formal prägenden Arbeitsbeziehung und Freundschaft, die bis zum Tod Becketts 1989 anhält. Seit Ende der 70er Jahre inszeniert Walter Asmus Becketts Stücke weltweit. Mit seiner Konzentration auf die vom Autor kompositorisch und konzeptionell festgelegten Wahrnehmungsprozesse hat er einen Inszenierungsstil entwickelt, der durch seine reduzierte Bild- und Sprachregie das Nahverhältnis Samuel Becketts zur Bildenden Kunst, zum Film und zur Musik erfahrbar macht.

Ab 1976 arbeitet Asmus unter anderem am Schiller-Theater, Staatstheater Darmstadt, Staatstheater Kassel, Thalia Theater Hamburg und international. 1986 wird er für eine Professur an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover berufen. Nach seiner ersten Beckett-Inszenierung Glückliche Tage (Kopenhagen 1977) inszeniert er Becketts Stücke an zahlreichen internationalen Bühnen, unter anderem in New York, Krakau, London, Dublin, Paris, Atlanta, Ventura (Kalifornien) Kopenhagen und Shanghai. 1988 adaptiert Walter Asmus Das letzte Band in einer Inszenierung des Autors und Warten auf Godot, eine Produktion des San Quentin Drama Workshop, für die französischen Sender La Sept und France3, sowie für den US-Sender PBS – und eine französische Fassung, u. a. mit Roman Polanski in der Rolle des Lucky. Im selben Jahr zeichnet er mit Billie Whitelaw Rockaby, Tritte und Eh Joe für den Süddeutschen Rundfunk Stuttgart auf.

Seine Inszenierung von Warten auf Godot am Gate Theatre, Dublin (1991) wird u. a. nach Chicago, Toronto, Melbourne, London, New York, Peking und Shanghai eingeladen und endet nach 17 Jahren 2008 mit einer All-Ireland-Tournee. Die amerikanische Inszenierung von Warten auf Godot (Ventura 2004) wird für den Los Angeles Stage Alliance Ovation Award nominiert. Am Royal Court Theatre, London, inszeniert Walter Asmus 2014 die drei Beckett-Stücke Not I, Tritte und Rockaby mit Lisa Dwan. Die Inszenierung wird aufgrund ihres großen Erfolgs zunächst ins West End übernommen, später im Southbank Centre in London und im Barbican Centre gespielt. Sie gastiert beim Galway Arts Festival, sowie u. a. in Belfast, Birmingham Perth, Hongkong, Paris, Toronto und New York. 2017 erarbeitet Asmus in Kopenhagen eine Theaterversion von Becketts erster TV-Arbeit Eh Joe mit dem dänischen Schauspieler Morten Grunwald.Walter Asmus lebt in Berlin.

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